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05 Mai

Fotografien eines Denkmals – Einladung ins Kavalier Dalwigk

In Allgemein by Elisabeth / 5. Mai 2018 / 0 Comments

Die ehemalige Verteidigungsanlage am Donauufer in Ingolstadt war die königliche Geschützgießerei und wurde 1916/17 um einen Wasserturm erweitert. Bevor das denkmalgeschützte Gebäude saniert, erweitert und durch die geplante Neunutzung wiederbelebt wird, findet eine öffentliche Bürgerbeteiligung im Kavalier Dalwigk statt.

An diesem einmaligen Termin gibt es Führungen, Vorträge, Modelle des Erweiterungsbaus und Fotografien des historischen Bauwerks zu entdecken.

Im Zuge der Vorbereitungen zur Sanierung hatten wir exklusiv die Möglichkeit, unsere Sicht des Status Quo fotografisch umzusetzen. Ein Teil der Ergebnisse ist im Rahmen dieses Events im Kavalier Dalwigk ausgestellt. Wir werden für persönliche Gespräche und Fragen anwesend sein und freuen uns darauf, die Bilder einem breiten Publikum zu präsentieren.

Dienstag, 08. Mai 2018        18:00 – 20:00 Uhr

Kavalier Dalwigk
Schlosslände 26
85049 Ingolstadt

Wir sehen uns!
Alfons und Elisabeth

18 Feb

Ein Wintermärchen

In Allgemein by Elisabeth / 18. Februar 2018 / 0 Comments

Die meisten von uns wünschen sich richtig schöne Winter. Deshalb wollen wir Euch an einem kleinen Wintermärchen teilhaben lassen. Unser Erlebnis ist zwar schon einige Wochen her, aber Märchen sind glücklicherweise eine zeitlose Angelegenheit.

Unser Ausgangspunkt für ein paar Tage Erholung und sportliche Aktivität war das Obernberger Tal, welches kurz vor dem Brenner vom Wipptal abzweigt. Hier durften wir, allen Wettervorhersagen zum Trotz, weiße Weihnachten erleben. Die kleine Pfarrkirche St. Nikolaus mit ihrem markanten Zwiebelturm steht unübersehbar mitten im Dörfchen Obernberg auf einem Moränenwall und ist ein weithin sichtbarer Orientierungspunkt.

Den Talschluss bilden die Schwarze Wand und der Obernberger Tribulaun (2.780 m). In einem Kessel auf 1.590 m liegt zwischen dem Tribulaunmassiv und der Allerleigrubenspitze, nahe dem Alpenhauptkamm und der Grenze zu Südtirol, der Obernberger See. Tief verschneit ist der größte See der Nordtiroler Zentralalpen kaum auszumachen. Auf einer zweistündigen Schneeschuhwanderung rund um das eingeschneite Gewässer trafen wir keine Menschenseele.

Am nächsten Tag führte uns bei traumhaftem Wetter eine Schneeschuhwanderung auf den Hohen Lorenzenberg (2.313 m). Schon früh zogen wir los, damit wir für die lange Tour genug zeitlichen Spielraum hatten, um vor Einbruch der Dunkelheit in unsere Unterkunft zurückzukehren. Im schattigen Tal zogen wir unsere Spur über die im Sommer bewirtschafteten Almwiesen, später über einen ausgeprägten Rücken auf die Allerleigrubenspitze (2.131 m) und dann über den Grat weiter Richtung Süden, stets den Brenner-Grenzkamm im Blick. Schon beim Aufstieg hatten wir tolle Ausblicke auf die umliegende Winterlandschaft. Nach einem kurzen Abstieg in das Sättele spurten wir auf der Gegenseite durch die steilen Hänge auf den Gipfel des Hohen Lorenzen.

Obwohl die Sonne schien und die Aussicht auf die Zillertaler Alpen fantastisch war, fiel die Gipfelrast nur kurz aus. Zu kräftig und kalt zerrte der Wind an uns und wir stiegen schleunigst über den Westgrat und das Sandjoch wieder nach Obernberg ab.

Der traumhafter Pulverschnee, die klare Fernsicht und die Einsamkeit in den Brenner-Bergen … für uns tatsächlich ein Wintermärchen!

14 Jan

Ein Foto als Initialzündung

In Reisen by Elisabeth / 14. Januar 2018 / 0 Comments

Am liebsten schauen wir uns ja in der Natur nach Fotomotiven um. Manchmal bekommen wir aber auch anderweitig Anregungen. So fiel uns zum Beispiel ein Foto im Internet auf, das uns fesselte und uns nach erfolgreicher Location-Recherche zu einem Kurztrip nach Regensburg inspirierte. Aber davon später mehr.

Neben dem Dom ist die Steinerne Brücke das bedeutendste Wahrzeichen Regensburgs und war sicherlich mit verantwortlich für die Aufnahme der Stadt in die UNESCO-Welterbeliste. Das Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst wird derzeit aufgrund des Alters und massiver Hochwasserschäden restauriert. Mit dem ursprünglichen Bau begann man im Jahr 1135. Weil Regensburg bereits damals ein bedeutendes Wirtschaftszentrum war, stellte die Brücke die notwendige und dauerhafte Flussüberquerung sicher. Bis 1935 blieb sie die einzige Brücke im weiten Umkreis und galt als zuverlässiger Donauübergang.

Trotz 2000-jähriger Geschichte und vieler historischer Gebäude ist Regensburg eine lebendige Universitätsstadt. Nach München, Nürnberg und Augsburg ist Regensburg die viertgrößte Stadt Bayerns. Mit einer der deutschlandweit höchsten Kneipendichte kann sie sich durchaus mit den anderen Großstädten messen. In den verwinkelten Straßen und Gassen der Altstadt laden unzählige Restaurants, Bars, Kneipen und Diskotheken ein, den Abend ausklingen zu lassen. Tagsüber warten viele Fachgeschäfte in der Innenstadt auf Kundschaft aus nah und fern.

Wie anfangs schon angedeutet, hatten wir aber einen ganz anderen Grund, nach Regensburg zu kommen:

Auf der “Oberen Wöhrd”, einer Donauinsel inmitten der Stadt, liegt ein Park, in dem man Trimm-Dich-Anhänger, Spielplatzbesucher, Jogger und im Sommer Freibadfans trifft. Am nördlichen Arm der Donau schlängelt sich idyllisch und versteckt ein Alleepfad zwischen knorrigen Bäumen direkt am Ufer entlang. Respektvoll gegenüber der Natur windet sich der Weg unauffällig durch die Bäume und lädt geradezu ein, diese Allee zu erkunden und zu erleben. Ein tolles Fotomotiv!

Für uns hat sich der kurze Ausflug auf jeden Fall gelohnt. Für weitere Erkundungen kommen wir einfach bald wieder nach Regensburg.

28 Nov

Schottland – unsere Entdeckungen auf der Insel Skye

In Reisen by Elisabeth / 28. November 2017 / 0 Comments

Vor der Westküste Schottlands liegt die Insel Skye, die größte der Inneren Hebriden. Von ihr wird behauptet, dass sie landschaftlich ganz Schottland im Kleinen repräsentiert und dazu noch besonders schroffe Berge aufweist. Bis vor wenigen Jahren war sie auch nur über Fährverbindungen zu erreichen. Wir genossen den Luxus, bequem und schnell mit dem Auto über die 1995 eröffnete Skye Bridge anreisen zu können.

Der Küstenverlauf der Insel ist stark eingekerbt. Buchten und die überall gegenwärtigen und als Lochs bezeichneten stehenden Gewässer greifen bis tief ins Hinterland. Somit ist kein Punkt auf der Insel weiter als acht Kilometer vom Meer entfernt. Am Neist Point, dem westlichsten Punkt von Skye, steht auf einer Halbinsel ein 19 m hoher Leuchtturm, der immer noch in Benutzung ist. Seit 1990 arbeitet er allerdings voll automatisch, so dass kein Personal vor Ort gebraucht wird. Stürmischer Wind erschwerte uns das Fotografieren an diesem markanten Punkt sehr. Deshalb verbrachten wir dort mehrere Stunden und nutzten die Pausen zwischen den Böen, um wenigstens einige Bilder unverwackelt auf den Chip zu bannen.

Ganz in der Nähe liegt die wunderbare Talisker Bay, die Namensgeberin für die dort ansässige Whisky-Brennerei. Vom Parkplatz bis in die von hohen Klippen eingerahmte Bucht liefen wir eine knappe halbe Stunde. Wir wissen bis heute nicht, ob der Fußmarsch oder die Brennerei mit ihrer Probierstube der Grund dafür waren, dass wir die Bucht für uns alleine hatten. Egal, wir genossen die Einsamkeit und konnten bei unserer Strandwanderung in aller Ruhe unsere Bilder komponieren.

Vom nördlichsten Punkt von Skye konnten wir am nächsten Tag über das Meer auf die Äußeren Hebriden blicken. Interessant fanden wir nebenan auch die kleine eckige Insel in der runden Bucht.

Bei unserer Querung der Insel von West nach Ost fuhren wir mitten durch die Quairang Mountains, eine geologische Felsformation aus Basalt. Die bizarren und schroffen Formen des Gesteins im Gegensatz zum sanften Grün der Hänge boten uns unzählige reizvolle Motive bei wechselhaftem Wetter.

Ebenso interessant und gleichzeitig das Wahrzeichen der Insel Skye ist “The Old Man of Storr”, eine 48 Meter hohe Felsnadel. Die dort herrschende Nebelstimmung und der in Schottland allgegenwärtige Niesel verliehen unserer Wanderung eine mystische Stimmung.

Einer Legende zufolge suchten in dieser Gegend ein alter Mann und seine Frau nach einer entlaufenen Kuh. Dabei trafen sie auf Riesen, vor denen sie flüchteten. Während der Flucht warfen sie einen Blick zurück und wurden daraufhin versteinert. Die früher als seine Frau bezeichnete Felsnadel ist schon vor Jahren eingestürzt.

Am nächsten Morgen erhaschten wir bei klarem Wetter und Windstille noch einen anderen Blick auf “The Storr” mit dem Loch Leathan im Vordergrund.

Auf unserem Weiterweg nach Portree kamen wir am Kilt Rock mit den Mealt Falls vorbei. Portree, der Hauptort der Isle of Skye, hat ca. 2.300 Einwohner und ist folglich als einzige Stadt das touristische Zentrum der Insel. Da wir jetzt im Herbst in Schottland unterwegs waren, war der pittoreske Ort wenig besucht und strahlte Ruhe und Gelassenheit aus.

Nach sechs Tagen ausgiebigen Genießens der wilden Natur auf Skye hieß es für uns Abschied nehmen.

In Schottland haben wir uns außerordentlich wohl gefühlt und können es als Urlaubsziel für Wanderer, Naturliebhaber und Fotografen nur empfehlen. Wir freuen uns von Euren Erfahrungen mit der Isle of Skye und Schottland zu hören!

PS: Nach einer Störung bei unserem Provider konnten wir leider nicht alle Rückmeldungen vom letzten Blog empfangen und beantworten. Das sollte jetzt aber wieder behoben sein.

12 Nov

Schottland – von Edinburgh zur Westküste

In Reisen by Elisabeth / 12. November 2017 / 0 Comments

Fröhliche Urlaubslaune machte sich schon bei der kurzfristigen Reiseplanung breit. Unser Ziel waren dabei die schottischen Highlands und die Insel Skye.

Wenn wir, wie dieses Mal auch, per Flugzeug anreisen, beginnen unsere Erkundungen meist in einer Großstadt. Nach nur zwei Stunden Flugzeit waren wir bereits am frühen Nachmittag in Edinburgh und konnten tatendurstig erste Eindrücke sammeln.

Das Spannende an Edinburgh ist, daß der Besucher in vollkommen unterschiedliche Epochen eintaucht und dabei eine kaum zu überbietende Vielfalt an Kultur, Geschichte und Architektur erlebt. Neben prähistorischen Stätten der Bronze- und Eisenzeit blickt die Stadt auf rund 1300 Jahre Geschichte zurück. Die klassizistischen Gebäude mit ihren prunkvollen Säulen haben Edinburgh schließlich den Namen „Athen des Nordens“ eingebracht. Zusätzlich prägen moderne Neubauten zwischen mittelalterlichen Bauwerken das beeindruckende Stadtbild. Dabei eignet sich der Calton Hill hervorragend, um von oben auf das Zentrum der Hauptstadt Schottlands zu schauen.

Im nahegelegenen alten Friedhof steht ein 27 m hoher Obelisk, der von vielen zentralen Aussichtspunkten zu sehen ist. Als Märtyrerdenkmal ist er von alten Gräbern umgeben, in denen bemerkenswerte Schotten beerdigt liegen.

Der absolute Touristenmagnet ist allerdings das Edinburgh Castle, welches auf dem Castle Rock thront. Die wehrhafte Burg steht auf dem leicht zu verteidigenden Basaltkegel eines erloschenen Vulkans. In seiner 1000-jährigen Geschichte wurde sie trotzdem mehrfach zerstört und immer wieder aufgebaut. Unterhalb der Schloßmauern liegt der Park Princes Street Gardens, der beliebter Treffpunkt der Städter ist.

Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die St Giles’ Cathedral. Sie befindet sich an der als Royal Mile bekannten Hauptachse der Altstadt, nur rund 500 Meter östlich vom Edinburgh Castle. Wir fanden sie fotografisch so interessant, daß wir ihr einen extra Blog-Eintrag widmen werden.

Was früher die Zeitung und Druckerei The Scotsman war, wurde 2001 zu einem Hotel umgebaut.  Die am Gebäude angebauten Scotsman Steps führen über 104 jeweils andersfarbige Marmorstufen zur tiefer gelegenen Waverley Rail Station und verbinden die Altstadt mit dem Bahnhof.

Um unsere Energiespeicher nach der Stadtbesichtigung wieder aufzufüllen, besuchten wir ein Pub. Neben Craft-Bier vom Fass gibt es wie erwartet diverse schottische Whiskies und Gin sowie bodenständiges Essen in großzügigen Portionen. Die Pubs in Schottland sind ein ganz eigener Kosmos, der ebenfalls zu Erkundungen einlädt.

Auf dem Weg ins ländliche Schottland fuhren wir nach Falkirk zu The Kelpies. Kelpies gehören zu den mythologischen Wesen der Wasserpferde, um die sich verschiedene Sagen ranken.

Die beiden Skulpturen sind Werke des Bildhauers Andy Scott. Zum Bau der 30 m hohen Pferdeköpfe wurden 990 individuell geformte Edelstahlplatten verwendet, wodurch es jede der innen begehbaren und nachts beleuchteten Figuren auf 300 Tonnen Gewicht bringt.

Während unserer Schottlandreise sind wir an unzähligen Castles vorbeigekommen. Wir haben dabei die Erfahrung gemacht, daß der Schotte unter Castle sowohl eine geheimnisvolle Ruine, eine wehrhafte Burg als auch einen bewohnbaren Palast versteht. Wir fanden alle, egal in welchem Zustand, fotogen und sehenswert.

Am bekanntesten ist aufgrund der dramatischen Kulisse und der zahlreichen dort gedrehten Spielfilme das Eilean Donan Castle. Nur über die Brücke erreicht man das Schloss, das heute ein Museum beherbergt.

Die Burg Kilchurn Castle wurde im Jahre 1550 erbaut und gehört mit ihrer außergewöhnlichen Lage am nördlichen Ende des Loch Awe zu einer der romantischsten Ruinen Schottlands. Sie steht auf einem Steinplateau inmitten eines großen Marschlandes. Ursprünglich war der Wasserspiegel des Lochs so hoch, dass das heutige Marschland unter Wasser war und Kilchurn Castle somit auf einer kleinen Insel stand.

Die herbstliche Färbung der Laubbäume brachte, obwohl sich das Wetter öfters grau und regnerisch zeigte, Farbe in die Landschaft. Dies machte für uns das Fotografieren an Wasserfällen und an den zahlreichen Seen, an denen wir auf unserem Weg zur Westküste vorbeikamen, besonders reizvoll.

Auf die Isle of Skye, die größte Insel der Inneren Hebriden, und ihre spannenden Landschaften nehmen wir Euch in unserem nächsten Blog-Eintrag mit. Bis bald …

 

 

 

10 Sep

Almen rund um den Karersee

In Reisen by Elisabeth / 10. September 2017 / 0 Comments

Was genau ist überhaupt eine Alm? Wikipedia erklärt es uns so:

Eine Alm (bairisch), Alp, Alpe oder Alb bezeichnet die während der Sommermonate benutzten Bergweiden und Wirtschaftsgebäude und die zum Weiden und Heuen genutzten Bergwiesen als Vegetationsstufe. Oft ist die Alm aber auch nur das Gebäude, die Almhütte bzw. Alphütte.

Der überwiegende Teil der Nordalpen wäre ohne Almwirtschaft bis auf ca. 1.500 Meter durchgehend bewaldet. Das Weidevieh hält die Almflächen waldfrei und fördert damit Pflanzen, die ansonsten nur auf besonderen Standorten wie Felsköpfen, flachgründigen Humusauflagen oder in Lawinenstrichen vorkommen.

Ein für uns besonders reizvolles Almgebiet liegt in den Dolomiten, rund um den Karersee. Wir nutzen dort sehr gerne die frühen Morgenstunden, um die Almen im weichen Licht der aufgehenden Sonne zu erkunden. Außerdem brauchen wir zu dieser Tageszeit die Umgebung mit niemandem zu teilen und können die Ruhe genießen.

Als erstes werden die Spitzen des Latemarmassivs am Karerpass von der Sonne beleuchtet. Im Hochsommer dauert es dann nur wenige Minuten, bis sich der neue Sommertag voll entfaltet und das Licht zum fotografieren zu hart wird.

Dann wird es für uns Zeit zu frühstücken und im Anschluss die Landschaft auf einer Wanderung zu genießen. Bei entsprechender Wetterlage türmen sich oft schon mittags Quellwolken als Vorboten von abendlichen Gewittern.

Bleiben Blitz und Donner aus, ergeben sich tolle Blicke über die Bergketten im Gegenlicht, die auch ohne spektakuläre Wolken am Himmel auskommen.

Die Dolomiten werden selbst nach unzähligen Besuchen für uns nie langweilig!

08 Aug

Die Triberger Wasserfälle im Schwarzwald

In Reisen by Elisabeth / 8. August 2017 / 0 Comments

Als ein überaus lohnendes Ausflugs- und Fotoziel können wir die Triberger Wasserfälle im mittleren Schwarzwald empfehlen.

Mit insgesamt 163 Metern Fallhöhe gehören sie zu den höchsten und bekanntesten Wasserfällen Deutschlands. Nachdem die Gutach sich aus den Bächen der Schönwalder Hochfläche formiert hat, stürzt sie über mächtige Granitfelsen in sieben Stufen in einen bewaldeten Talkessel, der sich unmittelbar in die Ortsmitte von Triberg öffnet.

Anschauliche Tafeln informieren über Tiere, Pflanzen und Besonderheiten des gut erschlossenen Wasserfallgebiets. Auf den ausgebauten, teils asphaltierten Wegen und über zwei Holzbrücken erwandert man die variationsreichen Abstürze und findet dabei sehr gute Fotostandpunkte. Ein Steg mit Plattform ermöglicht es, die Gischt der Fälle hautnah zu ersprüren. Dieser exklusive Blick auf die Kaskaden beschert dem Fotografen maximal ein nasses Objektiv und feuchte Kleidung.

Aufgrund des Schmelzwassers im Frühjahr und nach starken Regenfällen sind die herabstürzenden Wassermengen gewaltig und besonders fotogen, so daß dies die bevorzugten Besuchszeiten für Fotografen wären. Auch im Winter sind die Triberger Wasserfälle gefahrlos begehbar und bieten so ganzjährig eine beeindruckende Kulisse.

 

28 Jul

Strahlend

In Allgemein by Alfons / 28. Juli 2017 / 0 Comments

Strahlend schönes Wetter mit milden Temperaturen ist die erste Belohnung des Tages. Die Farben sind sanft und intensiv zugleich. Eine unsichtbare Hand führt Regie und präsentiert alles vor uns liegende perfekt. Wir sind dankbar dafür und konzentrieren uns auf unsere Aufnahmen, doch unsere Kindheit holt uns ein: „Steig hinab in den Krater des Sneffels Yocul, kühner Wanderer, und du wirst zum Mittelpunkt der Erde gelangen“. Drei zu zwei für mich beim nachträglichen „Wie-oft-hast-du-das-Buch-gelesen?“-Wettbewerb. Natürlich reisen wir augenblicklich mit: Zukunft und Vergangenheit scheinen eins zu sein, das Innere der Erde wie weite Galaxien, die Tiefe der Weltmeere so sagenhaft wie die Reise auf den Mond und zurück. Worüber wir den ganzen Tag reden? Über Riesenpilze, Dinosaurierknochen, Kristallhöhlen, versteinerte Bäume. Über Fiktion in der Realität. Über Realität in der Fiktion. Gelegentlich fällt dabei der Name Jules…

Maria Lenger

12 Jun

Bamberg – Zwischen Kulturerbe und fränkischer Kulinarik

In Reisen by Alfons / 12. Juni 2017 / 0 Comments

Warum wir uns Bamberg in Oberfranken für ein verlängertes Wochenende ausgesucht haben, liegt für diejenigen, die uns kennen auf der Hand. Bamberg wurde 1993 aufgrund des größten unversehrt erhaltenen historischen Stadtkerns in Deutschland in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen. Folglich musste es für uns fotografisch interessant sein. Außerdem macht uns so viel Geschichte, Kultur und Füße-platt-laufen immer hungrig und durstig. Und da hat die fränkische Küche einiges zu bieten.

Bevor wir uns in das historische Zentrum stürzten, besuchten wir Schloss Seehof bei Memmelsdorf, das nur ein paar Kilometer außerhalb der Stadt liegt. Das barocke Jagdschloss der früheren Bamberger Fürstbischöfe ist ein beliebtes Ausflugsziel und interessierte uns aufgrund der geradlinigen Architektur der gesamten Anlage. Besonders reizvoll sind auch die Wasserspiele der Kaskade, die in den Sommermonaten jeweils zur vollen Stunde zu bewundern sind. In der Orangerie überwintern die Pomeranzen-, Orangen- und Zitronenbäume, die mit ihrem Duft südliches Flair verströmen und zu unserer Enttäuschung erst Mitte Mai ihr Winterquartier verlassen dürfen.

Von unserem zentral in der Altstadt gelegenen Barock-Hotel konnten wir alle Erkundungen im Stadtkern ohne Auto unternehmen. Das wie ein Schiff den Regnitz-Strom teilende, nur über zwei Steinbrücken zugängliche Alte Rathaus, ist ein Kuriosum. Fresken zieren die Fassade und verleihen ihr dadurch Plastizität. Der Sage nach wollte der Bischof von Bamberg den Bürgern keinen Platz für den Bau eines Rathauses gewähren. Deshalb rammten die Bamberger Pfähle in die Regnitz und schufen eine künstliche Insel, auf der sie das Gebäude errichteten. Ein absoluter Blickfang zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Die gleich nebenan liegende ehemalige Fischersiedlung in der Bamberger Inselstadt wird liebevoll Klein Venedig genannt. Dicht gedrängte Fachwerkbauten und winzige Gärten bestimmen das Bild dieses pittoresken Stadtteils. Entlang der Regnitz reihen sie sich in einer hübsch geschmückten Zeile aneinander und Kähne dümpeln an den Anlegestellen in den Vorgärten.

Imposant und massiv dagegen ist der viertürmige Kaiserdom. Leider war er bei unserem Besuch, wie andere attraktive Sehenswürdigkeiten auch, für Renovierungsarbeiten eingerüstet und wenig fotogen. Deshalb konzentrierten wir uns hier auf die vielschichtigen Details.

Direkt an den Dom schließt die Alte Hofhaltung an. Der Gebäudekomplex diente in der Zeit der Renaissance als Wohnstätte der Bischöfe. Mit seinem uralten Granitpflaster und dem weitläufigen Innenhof ein beeindruckendes Bauwerk.

Bamberg ist wie Rom auf sieben Hügeln errichtet. Auf dem höchsten thront Altenburg, eines der Wahrzeichen der Stadt. Nach einem kleinen Aufstieg bot die Aussichtsterrasse einen sehenswerten Rundblick auf die Stadt und das Umland. So konnten wir auch mal die Ausdehnung von Bamberg gut beurteilen.

Etwas besonderes ist der Kreuzgang im Karmelitenkloster St. Theodor. Er entstand im 14. Jahrhundert und ist mit seinen Arkadenbögen aus Eisensandstein einer der besterhaltenen Kreuzgänge Deutschlands aus der späten Romanik bzw. frühen Gotik. Derzeit gehören 14 Brüder dem Konvent an und füllen den Komplex mit Leben.

Wir wussten schon während der Planung unseres Ausflugs, dass wir in Bamberg kulinarisch bestens versorgt sind. Das dortige Braugewerbe rühmt sich mit einer 900-jährigen Tradition. Mit derzeit zehn Brauereien in der Stadt und weiteren 90 im Umland weist Bamberg die höchste Brauereidichte der Welt auf. Das Rauchbier, dessen Wurzel bis ins Mittelalter reicht, ist die bekannteste der Bierspezialitäten und die regionale fränkische Küche in den urigen Gasthäusern ließ keine Wünsche offen.

Vielleicht haben wir Euch ja auch auf den Geschmack gebracht?

20 Mrz

Nah beieinander: Natur und Architektur im Tessin

In Reisen by Alfons / 20. März 2017 / 0 Comments

In der Schweiz, im Kanton Tessin, liegt das enge und wilde Verzascatal. Seine steilen Berghänge, die unzähligen Wasserfälle und der Fluss Verzasca inspirierten uns zu einer fotografischen Entdeckungsreise. Die typischen Rustici, graue Steinhäuser mit weißen Umrandungen an den Fenstern und schweren Steinplattendächern passen sich perfekt in die umgebende Landschaft ein. Fotogen ist das Dorf Lavertezzo mit der Chiesa di Santa Maria degli Angeli. Im Sommer wird rund um die Steinbogenbrücke Ponti dei Salti aus dem 17. Jahrhundert viel gebadet. Uns beschäftigte viele Stunden lang die Verzasca selbst, deren Name grünes Wasser bedeutet. Der wilde Fluss wäscht das Bachbett unermüdlich aus, bevor es am Talausgang zum Lago di Vogorno aufgestaut wird. Entlang der Wege zeugen zahlreiche Kapellen vom religiösen Glauben der Talbewohner.

Und das wiederum brachte uns auf die Idee, ins Nachbartal Vallemaggia zu fahren, um im Bergdorf Mogno die kleine moderne Kirche San Giovanni Battista zu besuchen. Ihre Vorgängerin, eine alte barocke Dorfkirche und zahlreiche Häuser des Ortes waren 1986 von einer Lawine zerstört worden, was einen Ersatz notwendig machte.

Für den Wiederaufbau (1992 – 1996) wagte man als zukunftsweisendes Projekt die Zusammenarbeit mit dem international anerkannten Architekten Mario Botta, der für seinen rationalistischen Stil und seine streng geometrische Formensprache bekannt ist. In seinen Entwürfen für die Kirche in Mogno ließ er sich vom Zusammenspiel naturhafter und spiritueller Symbolik leiten. Als Baumaterial wählte er heimischen Marmor und Gneis aus der Umgebung. Beides wurde im Wechsel verbaut, wodurch ein reizvoller Hell-Dunkel-Effekt entstand. Außen ist die Kirche zylindrisch und mit abgeschrägtem kreisrundem Glasdach gestaltet. Über das treppenförmige Aquädukt fließt bei Regen das Wasser vom Dach ab. Diese Wassertreppe setzt sich im rechteckigen Innenraum als bogenförmige Himmelsleiter fort. Zwei Nischen an den Schmalseiten und nur wenige Bankreihen aus hellem Holz betonen die postmoderne Gestaltung und setzen zusätzliche archaische Akzente. Der schlichte Altar steht vor einer rundbogigen, abgestuften Durchgangsnische, hinter der sich die Sakristei befindet.

Das Zusammenwirken von Idee, Konzept und exakter handwerklicher Ausführungsweise beeindruckte uns so sehr, daß wir uns zwischenzeitlich weitere Bauwerke von Mario Botta angesehen haben. Mehr dazu vielleicht ein anderes Mal…