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16 Mai

Ausstellung über Kavalier Dalwigk und Georgianum

In Allgemein by Elisabeth / 16. Mai 2019 / 0 Comments

Zwei bedeutende Elemente der Ingolstädter Stadtgeschichte, das Kavalier Dalwigk und das Georgianum, werden aus ihrem Dämmerzustand erlöst und saniert.

Letztes Jahr haben wir ungewöhnliche Perspektiven zwischen Verfall und Phantasie in und um die beiden sehr gegensätzlichen Gebäude entdeckt. Die besonderen Stimmungen haben wir so, wie wir sie in diesen Augenblicken empfunden haben, mit unseren Kameras eingefangen.

Bei INKoBau, einem Tochterunternehmen der Stadt Ingolstadt, stellen wir im Rahmen der Langen Nacht der Unternehmen und der Wissenschaft davon großformatige Bilder aus, die Euch unsere Eindrücke vermitteln.

Jeder Besucher nimmt an einer Verlosung teil und mit etwas Glück bist Du einer der Gewinner:

1. Preis:
Individuelle Führung im Kavalier Dalwigk oder im Georgianum mit der Möglichkeit zu fotografieren.

2. Preis:
Ein Fine-Art-Druck inkl. Passepartout, Auswahl unter diversen Motiven.

3. Preis:
Lens Shot Espressotassen

Die INKoBau sorgt neben den fachlichen Informationen zur Denkmalsanierung auch fürs leibliche Wohl der Gäste.

Also, kommt vorbei, wir freuen uns auf einen gemeinsamen Abend mit Euch.

Freitag, 24. Mai 2019, 17:00 bis 24:00 Uhr

INKoBau GmbH & Co. K
Ludwigstr. 32 / Eingang Hallstr.
85049 Ingolstadt

 

29 Apr

Griechenland im Frühling

In Reisen by Elisabeth / 29. April 2019 / 0 Comments

Von früheren Reisen im August kannten wir Griechenland immer als extrem heiß und trocken. Die Natur als braun und ausgedörrt. Umso überraschender waren unsere aktuellen Eindrücke der südgriechischen Halbinsel Peloponnes jetzt im April.

In den Olivenhainen wetteiferten farbenfrohe Blumen um die Gunst des Betrachters. An den Hängen verströmten Kräuter wie Salbei, Thymian und Rosmarin betörende Düfte und die Natur allgemein präsentierte uns unzählige verschiedene Grüntöne. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Aufgrund der Regenfälle vergangener Tage hatte sich sogar das sonst oft ausgetrocknete Feuchtgebiet Stympfalia in einen großen See verwandelt.

Ebenso üppig, allerdings mit Dekor und Schmuck, zeigten sich die zahlreichen Kirchen. Selbst unscheinbare Kapellen beherbergten für uns sehenswerte Schätze. In den Häfen kleiner Orte lagen viele bunte Fischerboote und die Türen der dörflichen Häuser sorgten für weitere griechische Momente.

Zum Sonnenaufgang stiegen wir eines Morgens noch im Dunkeln über einen Kreuzweg auf den Zuckerhut bei Asini. An der kleinen Kapelle Prophet Elias genossen wir vor dem Rückweg zum verdienten Frühstück die Aussicht auf die umliegenden Hügel mit Oliven- und Orangenhainen und das Meer mit kleinen vorgelagerten Inseln.

Auf einem anderen Spaziergang entlang der Felsküste von Kilada besuchten wir die beeindruckenden Höhlen von Franchthi, die zu den ältesten Siedlungsplätzen der Menschheit im Mittelmeerraum zählen. Dort seilten wir uns auch in eine der Felsspalten für ein kleines Abenteuer ab, um im Anschluss wieder zum Licht hinauf zu klettern.

Einen schönen Blick auf Nafplio, vor Athen die frühere Hauptstadt Griechenlands, hat man von der weitläufigen und aus sieben Forts bestehenden Befestigungsanlage Palamidi. Viele Cafés und Restaurants säumen die darunter liegende Promenade des 15.000 Einwohner-Städtchens, das den meisten Urlaubern als Ausgangspunkt für die Besichtigungstouren zu den antiken Stätten Mykene und Epidauros dient.

Wir durften jedenfalls einen überraschenden Frühling auf der Argolis erleben. Genau das Richtige für einen Start in einen aktiven Sommer – nur leider gingen die griechischen Momente wie immer viel zu schnell vorbei.

02 Jan

Aus dem Leben unserer Schneeschuhe

In Reisen by Elisabeth / 2. Januar 2019 / 0 Comments

Unser geruhsames Leben im Regal eines Sportgeschäfts war vorbei, als Alfons und Elisabeth das Schneeschuhgehen in den Bergen für sich entdeckten.

Zwar hatte Elisabeth Einwände bzgl. unserem Äußeren, das sie als “Plastikglumpp, das doch bald kaputt geht”, bezeichnete. Allerhand! Diese Aussage konnten wir so nicht stehen lassen und strengten uns in den folgenden 14 Wintern immer wieder aufs Neue an, diese ungeheuerliche Behauptung zu widerlegen.

Nach ihren ersten Gehversuchen in den Voralpen wurden die Touren der Beiden in den Bayrischen Alpen länger, ausgedehnter und sportlicher. Beliebte Ziele waren beispielsweise die Baumgartenschneid, der Fockenstein und der Schildenstein, die sich inzwischen als jährlich wiederkehrende Ziele etablierten.

Sehr viel Schnee hatte es auf dem Weg zur Auerspitz, was anstrengendes und abwechselndes Spuren erforderte. Eine der wenigen Touren, bei denen es mit der Wegfindung nicht auf Anhieb klappte.

Dafür präsentierte sich das Wettersteingebirge in der Sonne und mit traumhaftem Pulverschnee. Aber auch schlechteres Wetter hält Alfons und Elisabeth nicht zwangsläufig von einer Tour mit uns Schneeschuhen ab. Hauptsache lawinensicher, zur Not wird halt auch mal umgedreht.

Eine längere Pause während einem Schneeschuhtag bekommen wir nur, wenn eine Hütte zu gemütlicher Rast und einem wohlverdienten Kaiserschmarrn einlädt.

Die Touren wurden immer anspruchsvoller und so durften wir auch in die winterliche Schweiz mit. Dort sind Schneeschuhtouren schon allein aufgrund der Höhe der Berge ein besonderes Erlebnis und bieten fantastische Ausblicke.

Auf dem bei Skitourengeher so beliebten Schafreuter im Rißtal in Österreich waren wir am Neujahrstag 2008 bis auf eine Gämse alleine unterwegs. Ebenfalls sehr lohnend in diesem Tal ist die Wanderung auf das Schönalmjoch oder eine Rundtour über die Tortalscharte und das Rontal.

Um den Schneeschuhwinter bis ins Frühjahr auszudehnen, ist das am Achensee liegende Rofangebiet mit seiner Höhenlage bei Alfons und Elisabeth sehr beliebt. Die Beiden können ja nie genug vom Winter bekommen!

Den markanten Anblick der Bischofsmütze hatten wir bei Touren rund um Filzmoos vor Augen und abwechslungsreich und schneesicher präsentierte sich das Obernberger Tal, welches mit dem Brennergrenzkamm die markante Trennlinie zwischen Österreich und Italien markiert.

Nach den vielen Tages- und Wochenendausflügen – nein, sie hatten immer noch nicht genug vom Schnee – stand eine Hochtourenwoche “durch Ötzi´s Reich” mit einer Gruppe Gleichgesinnter des DAV auf dem Programm. Höhepunkt dieser Tage war im wahrsten Sinn des Wortes die Besteigung der Wildspitze, dem mit 3.768 m zweithöchsten Berg Österreichs.

Auch in die Dolomiten nehmen sie uns regelmäßig für mehrere Tage mit. Eines ihrer Lieblingsziele ist dort die Fanesalm bei St. Vigil. Ausgangspunkt für Touren in die umliegenden Berge ist dort das Rifugio Fanes auf 2.060 m.

Aber auch die Mahlknechthütte auf der Seiseralm mit ihrem fantastischen Blick auf Lang- und Plattkofel ist ein oft besuchtes Tourenziel in den winterlichen Dolomiten.

Ein Highlight sind auch die Touren im Norden Norwegens. Dort finden Alfons und Elisabeth es mehr als reizvoll, sich die Schneeschuhe anzuziehen und die ihnen unbekannten Berge zu erkunden. In der einsamen Landschaft sind die Temperaturen oft deutlich niedriger als in unseren Breiten, der Schnee ist trockener und die Sonne steht wesentlich flacher am Himmel, was zu fantastischen Lichtstimmungen beiträgt.

Rückblickend haben wir “Plastikglumpp” mit Alfons und Elisabeth rund 125 aktive und spannende Exkursionen in teils extremen Bedingungen von Eis und Schnee zurückgelegt. Bei der 125. Tour ging uns dann doch die Luft aus und wir mussten den Bruch der Titanträgerplatten hinnehmen!

Unseren “Plastikglumpp”-Nachfolgern wünschen wir jetzt ein genauso langes Leben und anhaltend viel Spaß mit den Beiden in den winterlichen Bergen.

Euch ALLEN wünschen wir ebenso viele erfüllte Tage und für 2019 viel Gesundheit und was Ihr Euch sonst noch wünscht!

Alfons + Elisabeth

12 Nov

Grüner wird´s nicht,

In Reisen by Alfons / 12. November 2018 / 0 Comments

dafür hat der Herbst seinen Pinsel intensiv in eine bunte Palette getaucht, bevor sich die Natur in die Winterruhe zurückzieht.

Die ganze Landschaft verändert ihr Bild und bietet unserem Auge unzählige schöne Momente. Morgendlicher Nebel birgt für ein paar Augenblicke manch farbiges Geheimnis, um später ganze Hänge mit der noch wärmenden Sonne zum Leuchten zu bringen.

Auch die Lärche, die zur Gattung der Kieferngewächse gehört, verfärbt ihre nadelförmigen Blätter, bevor diese den Boden mit einem gelben Teppich überziehen.

Wir freuen uns, dass es in unseren Breiten die unterschiedlichen Jahreszeiten gibt und uns die Übergangsphase des farbenfrohen Herbstes langsam auf die ruhigere, schwarz-weiße Winterszeit einstimmt.

05 Mai

Fotografien eines Denkmals – Einladung ins Kavalier Dalwigk

In Allgemein by Elisabeth / 5. Mai 2018 / 0 Comments

Die ehemalige Verteidigungsanlage am Donauufer in Ingolstadt war die königliche Geschützgießerei und wurde 1916/17 um einen Wasserturm erweitert. Bevor das denkmalgeschützte Gebäude saniert, erweitert und durch die geplante Neunutzung wiederbelebt wird, findet eine öffentliche Bürgerbeteiligung im Kavalier Dalwigk statt.

An diesem einmaligen Termin gibt es Führungen, Vorträge, Modelle des Erweiterungsbaus und Fotografien des historischen Bauwerks zu entdecken.

Im Zuge der Vorbereitungen zur Sanierung hatten wir exklusiv die Möglichkeit, unsere Sicht des Status Quo fotografisch umzusetzen. Ein Teil der Ergebnisse ist im Rahmen dieses Events im Kavalier Dalwigk ausgestellt. Wir werden für persönliche Gespräche und Fragen anwesend sein und freuen uns darauf, die Bilder einem breiten Publikum zu präsentieren.

Dienstag, 08. Mai 2018        18:00 – 20:00 Uhr

Kavalier Dalwigk
Schlosslände 26
85049 Ingolstadt

Wir sehen uns!
Alfons und Elisabeth

18 Feb

Ein Wintermärchen

In Allgemein by Elisabeth / 18. Februar 2018 / 0 Comments

Die meisten von uns wünschen sich richtig schöne Winter. Deshalb wollen wir Euch an einem kleinen Wintermärchen teilhaben lassen. Unser Erlebnis ist zwar schon einige Wochen her, aber Märchen sind glücklicherweise eine zeitlose Angelegenheit.

Unser Ausgangspunkt für ein paar Tage Erholung und sportliche Aktivität war das Obernberger Tal, welches kurz vor dem Brenner vom Wipptal abzweigt. Hier durften wir, allen Wettervorhersagen zum Trotz, weiße Weihnachten erleben. Die kleine Pfarrkirche St. Nikolaus mit ihrem markanten Zwiebelturm steht unübersehbar mitten im Dörfchen Obernberg auf einem Moränenwall und ist ein weithin sichtbarer Orientierungspunkt.

Den Talschluss bilden die Schwarze Wand und der Obernberger Tribulaun (2.780 m). In einem Kessel auf 1.590 m liegt zwischen dem Tribulaunmassiv und der Allerleigrubenspitze, nahe dem Alpenhauptkamm und der Grenze zu Südtirol, der Obernberger See. Tief verschneit ist der größte See der Nordtiroler Zentralalpen kaum auszumachen. Auf einer zweistündigen Schneeschuhwanderung rund um das eingeschneite Gewässer trafen wir keine Menschenseele.

Am nächsten Tag führte uns bei traumhaftem Wetter eine Schneeschuhwanderung auf den Hohen Lorenzenberg (2.313 m). Schon früh zogen wir los, damit wir für die lange Tour genug zeitlichen Spielraum hatten, um vor Einbruch der Dunkelheit in unsere Unterkunft zurückzukehren. Im schattigen Tal zogen wir unsere Spur über die im Sommer bewirtschafteten Almwiesen, später über einen ausgeprägten Rücken auf die Allerleigrubenspitze (2.131 m) und dann über den Grat weiter Richtung Süden, stets den Brenner-Grenzkamm im Blick. Schon beim Aufstieg hatten wir tolle Ausblicke auf die umliegende Winterlandschaft. Nach einem kurzen Abstieg in das Sättele spurten wir auf der Gegenseite durch die steilen Hänge auf den Gipfel des Hohen Lorenzen.

Obwohl die Sonne schien und die Aussicht auf die Zillertaler Alpen fantastisch war, fiel die Gipfelrast nur kurz aus. Zu kräftig und kalt zerrte der Wind an uns und wir stiegen schleunigst über den Westgrat und das Sandjoch wieder nach Obernberg ab.

Der traumhafter Pulverschnee, die klare Fernsicht und die Einsamkeit in den Brenner-Bergen … für uns tatsächlich ein Wintermärchen!

14 Jan

Ein Foto als Initialzündung

In Reisen by Elisabeth / 14. Januar 2018 / 0 Comments

Am liebsten schauen wir uns ja in der Natur nach Fotomotiven um. Manchmal bekommen wir aber auch anderweitig Anregungen. So fiel uns zum Beispiel ein Foto im Internet auf, das uns fesselte und uns nach erfolgreicher Location-Recherche zu einem Kurztrip nach Regensburg inspirierte. Aber davon später mehr.

Neben dem Dom ist die Steinerne Brücke das bedeutendste Wahrzeichen Regensburgs und war sicherlich mit verantwortlich für die Aufnahme der Stadt in die UNESCO-Welterbeliste. Das Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst wird derzeit aufgrund des Alters und massiver Hochwasserschäden restauriert. Mit dem ursprünglichen Bau begann man im Jahr 1135. Weil Regensburg bereits damals ein bedeutendes Wirtschaftszentrum war, stellte die Brücke die notwendige und dauerhafte Flussüberquerung sicher. Bis 1935 blieb sie die einzige Brücke im weiten Umkreis und galt als zuverlässiger Donauübergang.

Trotz 2000-jähriger Geschichte und vieler historischer Gebäude ist Regensburg eine lebendige Universitätsstadt. Nach München, Nürnberg und Augsburg ist Regensburg die viertgrößte Stadt Bayerns. Mit einer der deutschlandweit höchsten Kneipendichte kann sie sich durchaus mit den anderen Großstädten messen. In den verwinkelten Straßen und Gassen der Altstadt laden unzählige Restaurants, Bars, Kneipen und Diskotheken ein, den Abend ausklingen zu lassen. Tagsüber warten viele Fachgeschäfte in der Innenstadt auf Kundschaft aus nah und fern.

Wie anfangs schon angedeutet, hatten wir aber einen ganz anderen Grund, nach Regensburg zu kommen:

Auf der “Oberen Wöhrd”, einer Donauinsel inmitten der Stadt, liegt ein Park, in dem man Trimm-Dich-Anhänger, Spielplatzbesucher, Jogger und im Sommer Freibadfans trifft. Am nördlichen Arm der Donau schlängelt sich idyllisch und versteckt ein Alleepfad zwischen knorrigen Bäumen direkt am Ufer entlang. Respektvoll gegenüber der Natur windet sich der Weg unauffällig durch die Bäume und lädt geradezu ein, diese Allee zu erkunden und zu erleben. Ein tolles Fotomotiv!

Für uns hat sich der kurze Ausflug auf jeden Fall gelohnt. Für weitere Erkundungen kommen wir einfach bald wieder nach Regensburg.

28 Nov

Schottland – unsere Entdeckungen auf der Insel Skye

In Reisen by Elisabeth / 28. November 2017 / 0 Comments

Vor der Westküste Schottlands liegt die Insel Skye, die größte der Inneren Hebriden. Von ihr wird behauptet, dass sie landschaftlich ganz Schottland im Kleinen repräsentiert und dazu noch besonders schroffe Berge aufweist. Bis vor wenigen Jahren war sie auch nur über Fährverbindungen zu erreichen. Wir genossen den Luxus, bequem und schnell mit dem Auto über die 1995 eröffnete Skye Bridge anreisen zu können.

Der Küstenverlauf der Insel ist stark eingekerbt. Buchten und die überall gegenwärtigen und als Lochs bezeichneten stehenden Gewässer greifen bis tief ins Hinterland. Somit ist kein Punkt auf der Insel weiter als acht Kilometer vom Meer entfernt. Am Neist Point, dem westlichsten Punkt von Skye, steht auf einer Halbinsel ein 19 m hoher Leuchtturm, der immer noch in Benutzung ist. Seit 1990 arbeitet er allerdings voll automatisch, so dass kein Personal vor Ort gebraucht wird. Stürmischer Wind erschwerte uns das Fotografieren an diesem markanten Punkt sehr. Deshalb verbrachten wir dort mehrere Stunden und nutzten die Pausen zwischen den Böen, um wenigstens einige Bilder unverwackelt auf den Chip zu bannen.

Ganz in der Nähe liegt die wunderbare Talisker Bay, die Namensgeberin für die dort ansässige Whisky-Brennerei. Vom Parkplatz bis in die von hohen Klippen eingerahmte Bucht liefen wir eine knappe halbe Stunde. Wir wissen bis heute nicht, ob der Fußmarsch oder die Brennerei mit ihrer Probierstube der Grund dafür waren, dass wir die Bucht für uns alleine hatten. Egal, wir genossen die Einsamkeit und konnten bei unserer Strandwanderung in aller Ruhe unsere Bilder komponieren.

Vom nördlichsten Punkt von Skye konnten wir am nächsten Tag über das Meer auf die Äußeren Hebriden blicken. Interessant fanden wir nebenan auch die kleine eckige Insel in der runden Bucht.

Bei unserer Querung der Insel von West nach Ost fuhren wir mitten durch die Quairang Mountains, eine geologische Felsformation aus Basalt. Die bizarren und schroffen Formen des Gesteins im Gegensatz zum sanften Grün der Hänge boten uns unzählige reizvolle Motive bei wechselhaftem Wetter.

Ebenso interessant und gleichzeitig das Wahrzeichen der Insel Skye ist “The Old Man of Storr”, eine 48 Meter hohe Felsnadel. Die dort herrschende Nebelstimmung und der in Schottland allgegenwärtige Niesel verliehen unserer Wanderung eine mystische Stimmung.

Einer Legende zufolge suchten in dieser Gegend ein alter Mann und seine Frau nach einer entlaufenen Kuh. Dabei trafen sie auf Riesen, vor denen sie flüchteten. Während der Flucht warfen sie einen Blick zurück und wurden daraufhin versteinert. Die früher als seine Frau bezeichnete Felsnadel ist schon vor Jahren eingestürzt.

Am nächsten Morgen erhaschten wir bei klarem Wetter und Windstille noch einen anderen Blick auf “The Storr” mit dem Loch Leathan im Vordergrund.

Auf unserem Weiterweg nach Portree kamen wir am Kilt Rock mit den Mealt Falls vorbei. Portree, der Hauptort der Isle of Skye, hat ca. 2.300 Einwohner und ist folglich als einzige Stadt das touristische Zentrum der Insel. Da wir jetzt im Herbst in Schottland unterwegs waren, war der pittoreske Ort wenig besucht und strahlte Ruhe und Gelassenheit aus.

Nach sechs Tagen ausgiebigen Genießens der wilden Natur auf Skye hieß es für uns Abschied nehmen.

In Schottland haben wir uns außerordentlich wohl gefühlt und können es als Urlaubsziel für Wanderer, Naturliebhaber und Fotografen nur empfehlen. Wir freuen uns von Euren Erfahrungen mit der Isle of Skye und Schottland zu hören!

PS: Nach einer Störung bei unserem Provider konnten wir leider nicht alle Rückmeldungen vom letzten Blog empfangen und beantworten. Das sollte jetzt aber wieder behoben sein.

12 Nov

Schottland – von Edinburgh zur Westküste

In Reisen by Elisabeth / 12. November 2017 / 0 Comments

Fröhliche Urlaubslaune machte sich schon bei der kurzfristigen Reiseplanung breit. Unser Ziel waren dabei die schottischen Highlands und die Insel Skye.

Wenn wir, wie dieses Mal auch, per Flugzeug anreisen, beginnen unsere Erkundungen meist in einer Großstadt. Nach nur zwei Stunden Flugzeit waren wir bereits am frühen Nachmittag in Edinburgh und konnten tatendurstig erste Eindrücke sammeln.

Das Spannende an Edinburgh ist, daß der Besucher in vollkommen unterschiedliche Epochen eintaucht und dabei eine kaum zu überbietende Vielfalt an Kultur, Geschichte und Architektur erlebt. Neben prähistorischen Stätten der Bronze- und Eisenzeit blickt die Stadt auf rund 1300 Jahre Geschichte zurück. Die klassizistischen Gebäude mit ihren prunkvollen Säulen haben Edinburgh schließlich den Namen „Athen des Nordens“ eingebracht. Zusätzlich prägen moderne Neubauten zwischen mittelalterlichen Bauwerken das beeindruckende Stadtbild. Dabei eignet sich der Calton Hill hervorragend, um von oben auf das Zentrum der Hauptstadt Schottlands zu schauen.

Im nahegelegenen alten Friedhof steht ein 27 m hoher Obelisk, der von vielen zentralen Aussichtspunkten zu sehen ist. Als Märtyrerdenkmal ist er von alten Gräbern umgeben, in denen bemerkenswerte Schotten beerdigt liegen.

Der absolute Touristenmagnet ist allerdings das Edinburgh Castle, welches auf dem Castle Rock thront. Die wehrhafte Burg steht auf dem leicht zu verteidigenden Basaltkegel eines erloschenen Vulkans. In seiner 1000-jährigen Geschichte wurde sie trotzdem mehrfach zerstört und immer wieder aufgebaut. Unterhalb der Schloßmauern liegt der Park Princes Street Gardens, der beliebter Treffpunkt der Städter ist.

Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die St Giles’ Cathedral. Sie befindet sich an der als Royal Mile bekannten Hauptachse der Altstadt, nur rund 500 Meter östlich vom Edinburgh Castle. Wir fanden sie fotografisch so interessant, daß wir ihr einen extra Blog-Eintrag widmen werden.

Was früher die Zeitung und Druckerei The Scotsman war, wurde 2001 zu einem Hotel umgebaut.  Die am Gebäude angebauten Scotsman Steps führen über 104 jeweils andersfarbige Marmorstufen zur tiefer gelegenen Waverley Rail Station und verbinden die Altstadt mit dem Bahnhof.

Um unsere Energiespeicher nach der Stadtbesichtigung wieder aufzufüllen, besuchten wir ein Pub. Neben Craft-Bier vom Fass gibt es wie erwartet diverse schottische Whiskies und Gin sowie bodenständiges Essen in großzügigen Portionen. Die Pubs in Schottland sind ein ganz eigener Kosmos, der ebenfalls zu Erkundungen einlädt.

Auf dem Weg ins ländliche Schottland fuhren wir nach Falkirk zu The Kelpies. Kelpies gehören zu den mythologischen Wesen der Wasserpferde, um die sich verschiedene Sagen ranken.

Die beiden Skulpturen sind Werke des Bildhauers Andy Scott. Zum Bau der 30 m hohen Pferdeköpfe wurden 990 individuell geformte Edelstahlplatten verwendet, wodurch es jede der innen begehbaren und nachts beleuchteten Figuren auf 300 Tonnen Gewicht bringt.

Während unserer Schottlandreise sind wir an unzähligen Castles vorbeigekommen. Wir haben dabei die Erfahrung gemacht, daß der Schotte unter Castle sowohl eine geheimnisvolle Ruine, eine wehrhafte Burg als auch einen bewohnbaren Palast versteht. Wir fanden alle, egal in welchem Zustand, fotogen und sehenswert.

Am bekanntesten ist aufgrund der dramatischen Kulisse und der zahlreichen dort gedrehten Spielfilme das Eilean Donan Castle. Nur über die Brücke erreicht man das Schloss, das heute ein Museum beherbergt.

Die Burg Kilchurn Castle wurde im Jahre 1550 erbaut und gehört mit ihrer außergewöhnlichen Lage am nördlichen Ende des Loch Awe zu einer der romantischsten Ruinen Schottlands. Sie steht auf einem Steinplateau inmitten eines großen Marschlandes. Ursprünglich war der Wasserspiegel des Lochs so hoch, dass das heutige Marschland unter Wasser war und Kilchurn Castle somit auf einer kleinen Insel stand.

Die herbstliche Färbung der Laubbäume brachte, obwohl sich das Wetter öfters grau und regnerisch zeigte, Farbe in die Landschaft. Dies machte für uns das Fotografieren an Wasserfällen und an den zahlreichen Seen, an denen wir auf unserem Weg zur Westküste vorbeikamen, besonders reizvoll.

Auf die Isle of Skye, die größte Insel der Inneren Hebriden, und ihre spannenden Landschaften nehmen wir Euch in unserem nächsten Blog-Eintrag mit. Bis bald …

 

 

 

10 Sep

Almen rund um den Karersee

In Reisen by Elisabeth / 10. September 2017 / 0 Comments

Was genau ist überhaupt eine Alm? Wikipedia erklärt es uns so:

Eine Alm (bairisch), Alp, Alpe oder Alb bezeichnet die während der Sommermonate benutzten Bergweiden und Wirtschaftsgebäude und die zum Weiden und Heuen genutzten Bergwiesen als Vegetationsstufe. Oft ist die Alm aber auch nur das Gebäude, die Almhütte bzw. Alphütte.

Der überwiegende Teil der Nordalpen wäre ohne Almwirtschaft bis auf ca. 1.500 Meter durchgehend bewaldet. Das Weidevieh hält die Almflächen waldfrei und fördert damit Pflanzen, die ansonsten nur auf besonderen Standorten wie Felsköpfen, flachgründigen Humusauflagen oder in Lawinenstrichen vorkommen.

Ein für uns besonders reizvolles Almgebiet liegt in den Dolomiten, rund um den Karersee. Wir nutzen dort sehr gerne die frühen Morgenstunden, um die Almen im weichen Licht der aufgehenden Sonne zu erkunden. Außerdem brauchen wir zu dieser Tageszeit die Umgebung mit niemandem zu teilen und können die Ruhe genießen.

Als erstes werden die Spitzen des Latemarmassivs am Karerpass von der Sonne beleuchtet. Im Hochsommer dauert es dann nur wenige Minuten, bis sich der neue Sommertag voll entfaltet und das Licht zum fotografieren zu hart wird.

Dann wird es für uns Zeit zu frühstücken und im Anschluss die Landschaft auf einer Wanderung zu genießen. Bei entsprechender Wetterlage türmen sich oft schon mittags Quellwolken als Vorboten von abendlichen Gewittern.

Bleiben Blitz und Donner aus, ergeben sich tolle Blicke über die Bergketten im Gegenlicht, die auch ohne spektakuläre Wolken am Himmel auskommen.

Die Dolomiten werden selbst nach unzähligen Besuchen für uns nie langweilig!