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10 Sep

Almen rund um den Karersee

In Reisen by Elisabeth / 10. September 2017 / 0 Comments

Was genau ist überhaupt eine Alm? Wikipedia erklärt es uns so:

Eine Alm (bairisch), Alp, Alpe oder Alb bezeichnet die während der Sommermonate benutzten Bergweiden und Wirtschaftsgebäude und die zum Weiden und Heuen genutzten Bergwiesen als Vegetationsstufe. Oft ist die Alm aber auch nur das Gebäude, die Almhütte bzw. Alphütte.

Der überwiegende Teil der Nordalpen wäre ohne Almwirtschaft bis auf ca. 1.500 Meter durchgehend bewaldet. Das Weidevieh hält die Almflächen waldfrei und fördert damit Pflanzen, die ansonsten nur auf besonderen Standorten wie Felsköpfen, flachgründigen Humusauflagen oder in Lawinenstrichen vorkommen.

Ein für uns besonders reizvolles Almgebiet liegt in den Dolomiten, rund um den Karersee. Wir nutzen dort sehr gerne die frühen Morgenstunden, um die Almen im weichen Licht der aufgehenden Sonne zu erkunden. Außerdem brauchen wir zu dieser Tageszeit die Umgebung mit niemandem zu teilen und können die Ruhe genießen.

Als erstes werden die Spitzen des Latemarmassivs am Karerpass von der Sonne beleuchtet. Im Hochsommer dauert es dann nur wenige Minuten, bis sich der neue Sommertag voll entfaltet und das Licht zum fotografieren zu hart wird.

Dann wird es für uns Zeit zu frühstücken und im Anschluss die Landschaft auf einer Wanderung zu genießen. Bei entsprechender Wetterlage türmen sich oft schon mittags Quellwolken als Vorboten von abendlichen Gewittern.

Bleiben Blitz und Donner aus, ergeben sich tolle Blicke über die Bergketten im Gegenlicht, die auch ohne spektakuläre Wolken am Himmel auskommen.

Die Dolomiten werden selbst nach unzähligen Besuchen für uns nie langweilig!

08 Aug

Die Triberger Wasserfälle im Schwarzwald

In Reisen by Elisabeth / 8. August 2017 / 0 Comments

Als ein überaus lohnendes Ausflugs- und Fotoziel können wir die Triberger Wasserfälle im mittleren Schwarzwald empfehlen.

Mit insgesamt 163 Metern Fallhöhe gehören sie zu den höchsten und bekanntesten Wasserfällen Deutschlands. Nachdem die Gutach sich aus den Bächen der Schönwalder Hochfläche formiert hat, stürzt sie über mächtige Granitfelsen in sieben Stufen in einen bewaldeten Talkessel, der sich unmittelbar in die Ortsmitte von Triberg öffnet.

Anschauliche Tafeln informieren über Tiere, Pflanzen und Besonderheiten des gut erschlossenen Wasserfallgebiets. Auf den ausgebauten, teils asphaltierten Wegen und über zwei Holzbrücken erwandert man die variationsreichen Abstürze und findet dabei sehr gute Fotostandpunkte. Ein Steg mit Plattform ermöglicht es, die Gischt der Fälle hautnah zu ersprüren. Dieser exklusive Blick auf die Kaskaden beschert dem Fotografen maximal ein nasses Objektiv und feuchte Kleidung.

Aufgrund des Schmelzwassers im Frühjahr und nach starken Regenfällen sind die herabstürzenden Wassermengen gewaltig und besonders fotogen, so daß dies die bevorzugten Besuchszeiten für Fotografen wären. Auch im Winter sind die Triberger Wasserfälle gefahrlos begehbar und bieten so ganzjährig eine beeindruckende Kulisse.

 

28 Jul

Strahlend

In Allgemein by Alfons / 28. Juli 2017 / 0 Comments

Strahlend schönes Wetter mit milden Temperaturen ist die erste Belohnung des Tages. Die Farben sind sanft und intensiv zugleich. Eine unsichtbare Hand führt Regie und präsentiert alles vor uns liegende perfekt. Wir sind dankbar dafür und konzentrieren uns auf unsere Aufnahmen, doch unsere Kindheit holt uns ein: „Steig hinab in den Krater des Sneffels Yocul, kühner Wanderer, und du wirst zum Mittelpunkt der Erde gelangen“. Drei zu zwei für mich beim nachträglichen „Wie-oft-hast-du-das-Buch-gelesen?“-Wettbewerb. Natürlich reisen wir augenblicklich mit: Zukunft und Vergangenheit scheinen eins zu sein, das Innere der Erde wie weite Galaxien, die Tiefe der Weltmeere so sagenhaft wie die Reise auf den Mond und zurück. Worüber wir den ganzen Tag reden? Über Riesenpilze, Dinosaurierknochen, Kristallhöhlen, versteinerte Bäume. Über Fiktion in der Realität. Über Realität in der Fiktion. Gelegentlich fällt dabei der Name Jules…

Maria Lenger

12 Jun

Bamberg – Zwischen Kulturerbe und fränkischer Kulinarik

In Reisen by Alfons / 12. Juni 2017 / 0 Comments

Warum wir uns Bamberg in Oberfranken für ein verlängertes Wochenende ausgesucht haben, liegt für diejenigen, die uns kennen auf der Hand. Bamberg wurde 1993 aufgrund des größten unversehrt erhaltenen historischen Stadtkerns in Deutschland in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen. Folglich musste es für uns fotografisch interessant sein. Außerdem macht uns so viel Geschichte, Kultur und Füße-platt-laufen immer hungrig und durstig. Und da hat die fränkische Küche einiges zu bieten.

Bevor wir uns in das historische Zentrum stürzten, besuchten wir Schloss Seehof bei Memmelsdorf, das nur ein paar Kilometer außerhalb der Stadt liegt. Das barocke Jagdschloss der früheren Bamberger Fürstbischöfe ist ein beliebtes Ausflugsziel und interessierte uns aufgrund der geradlinigen Architektur der gesamten Anlage. Besonders reizvoll sind auch die Wasserspiele der Kaskade, die in den Sommermonaten jeweils zur vollen Stunde zu bewundern sind. In der Orangerie überwintern die Pomeranzen-, Orangen- und Zitronenbäume, die mit ihrem Duft südliches Flair verströmen und zu unserer Enttäuschung erst Mitte Mai ihr Winterquartier verlassen dürfen.

Von unserem zentral in der Altstadt gelegenen Barock-Hotel konnten wir alle Erkundungen im Stadtkern ohne Auto unternehmen. Das wie ein Schiff den Regnitz-Strom teilende, nur über zwei Steinbrücken zugängliche Alte Rathaus, ist ein Kuriosum. Fresken zieren die Fassade und verleihen ihr dadurch Plastizität. Der Sage nach wollte der Bischof von Bamberg den Bürgern keinen Platz für den Bau eines Rathauses gewähren. Deshalb rammten die Bamberger Pfähle in die Regnitz und schufen eine künstliche Insel, auf der sie das Gebäude errichteten. Ein absoluter Blickfang zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Die gleich nebenan liegende ehemalige Fischersiedlung in der Bamberger Inselstadt wird liebevoll Klein Venedig genannt. Dicht gedrängte Fachwerkbauten und winzige Gärten bestimmen das Bild dieses pittoresken Stadtteils. Entlang der Regnitz reihen sie sich in einer hübsch geschmückten Zeile aneinander und Kähne dümpeln an den Anlegestellen in den Vorgärten.

Imposant und massiv dagegen ist der viertürmige Kaiserdom. Leider war er bei unserem Besuch, wie andere attraktive Sehenswürdigkeiten auch, für Renovierungsarbeiten eingerüstet und wenig fotogen. Deshalb konzentrierten wir uns hier auf die vielschichtigen Details.

Direkt an den Dom schließt die Alte Hofhaltung an. Der Gebäudekomplex diente in der Zeit der Renaissance als Wohnstätte der Bischöfe. Mit seinem uralten Granitpflaster und dem weitläufigen Innenhof ein beeindruckendes Bauwerk.

Bamberg ist wie Rom auf sieben Hügeln errichtet. Auf dem höchsten thront Altenburg, eines der Wahrzeichen der Stadt. Nach einem kleinen Aufstieg bot die Aussichtsterrasse einen sehenswerten Rundblick auf die Stadt und das Umland. So konnten wir auch mal die Ausdehnung von Bamberg gut beurteilen.

Etwas besonderes ist der Kreuzgang im Karmelitenkloster St. Theodor. Er entstand im 14. Jahrhundert und ist mit seinen Arkadenbögen aus Eisensandstein einer der besterhaltenen Kreuzgänge Deutschlands aus der späten Romanik bzw. frühen Gotik. Derzeit gehören 14 Brüder dem Konvent an und füllen den Komplex mit Leben.

Wir wussten schon während der Planung unseres Ausflugs, dass wir in Bamberg kulinarisch bestens versorgt sind. Das dortige Braugewerbe rühmt sich mit einer 900-jährigen Tradition. Mit derzeit zehn Brauereien in der Stadt und weiteren 90 im Umland weist Bamberg die höchste Brauereidichte der Welt auf. Das Rauchbier, dessen Wurzel bis ins Mittelalter reicht, ist die bekannteste der Bierspezialitäten und die regionale fränkische Küche in den urigen Gasthäusern ließ keine Wünsche offen.

Vielleicht haben wir Euch ja auch auf den Geschmack gebracht?

20 Mrz

Nah beieinander: Natur und Architektur im Tessin

In Reisen by Alfons / 20. März 2017 / 0 Comments

In der Schweiz, im Kanton Tessin, liegt das enge und wilde Verzascatal. Seine steilen Berghänge, die unzähligen Wasserfälle und der Fluss Verzasca inspirierten uns zu einer fotografischen Entdeckungsreise. Die typischen Rustici, graue Steinhäuser mit weißen Umrandungen an den Fenstern und schweren Steinplattendächern passen sich perfekt in die umgebende Landschaft ein. Fotogen ist das Dorf Lavertezzo mit der Chiesa di Santa Maria degli Angeli. Im Sommer wird rund um die Steinbogenbrücke Ponti dei Salti aus dem 17. Jahrhundert viel gebadet. Uns beschäftigte viele Stunden lang die Verzasca selbst, deren Name grünes Wasser bedeutet. Der wilde Fluss wäscht das Bachbett unermüdlich aus, bevor es am Talausgang zum Lago di Vogorno aufgestaut wird. Entlang der Wege zeugen zahlreiche Kapellen vom religiösen Glauben der Talbewohner.

Und das wiederum brachte uns auf die Idee, ins Nachbartal Vallemaggia zu fahren, um im Bergdorf Mogno die kleine moderne Kirche San Giovanni Battista zu besuchen. Ihre Vorgängerin, eine alte barocke Dorfkirche und zahlreiche Häuser des Ortes waren 1986 von einer Lawine zerstört worden, was einen Ersatz notwendig machte.

Für den Wiederaufbau (1992 – 1996) wagte man als zukunftsweisendes Projekt die Zusammenarbeit mit dem international anerkannten Architekten Mario Botta, der für seinen rationalistischen Stil und seine streng geometrische Formensprache bekannt ist. In seinen Entwürfen für die Kirche in Mogno ließ er sich vom Zusammenspiel naturhafter und spiritueller Symbolik leiten. Als Baumaterial wählte er heimischen Marmor und Gneis aus der Umgebung. Beides wurde im Wechsel verbaut, wodurch ein reizvoller Hell-Dunkel-Effekt entstand. Außen ist die Kirche zylindrisch und mit abgeschrägtem kreisrundem Glasdach gestaltet. Über das treppenförmige Aquädukt fließt bei Regen das Wasser vom Dach ab. Diese Wassertreppe setzt sich im rechteckigen Innenraum als bogenförmige Himmelsleiter fort. Zwei Nischen an den Schmalseiten und nur wenige Bankreihen aus hellem Holz betonen die postmoderne Gestaltung und setzen zusätzliche archaische Akzente. Der schlichte Altar steht vor einer rundbogigen, abgestuften Durchgangsnische, hinter der sich die Sakristei befindet.

Das Zusammenwirken von Idee, Konzept und exakter handwerklicher Ausführungsweise beeindruckte uns so sehr, daß wir uns zwischenzeitlich weitere Bauwerke von Mario Botta angesehen haben. Mehr dazu vielleicht ein anderes Mal…

06 Mrz

Fjordland

In Allgemein by Alfons / 6. März 2017 / 0 Comments

Und wie sind sie?
Wie die Fjorde sind, willst du wissen?
Ja.
Lang. Vielleicht sogar endlos. Weglos, menschenlos. Dann eintönig, schroff und abweisend.
Dann braun, moosgrün und schwarz mit himmelfarbenem Meerwasser.
Kaltwindig.
Sind sie gar nicht bewohnt?
Ob die Fjorde bewohnt sind, fragst du.
Jaa!
Von Mai bis August. Seevögel-Brutzeit. Möwen. Küstenseeschwalben. Papageitaucher.
Zu Hunderttausenden.
Seehunde. Wale. Fische …

Und die Menschen in den Westfjorden?
In der Minderheit. Zu viel Stille. Zu viele Stürme.
Touristen?
Melancholisch, sich selbst ausgeliefert. Ungewohnte Weiten. Ungewohnte Stille. Mit dem Bewusstsein, immer auf der anderen Seite zu sein.
Was ist mit Hai- und Walfang?
Hier und da abgelegene rostige Reste der Vergangenheit. Einige Ahabs der Gegenwart. Proteste. Gegenproteste. Nie endende Konfrontation.

Maria Lenger

04 Feb

Man nimmt, was man kriegen kann …

In Allgemein by Alfons / 4. Februar 2017 / 0 Comments

… so auch wir. Wenn die kalte Jahreszeit rund um unseren Wohnort keinen Schnee bringt, halten wir den Winter eben anders in unseren Fotos fest. Der tagelange Raureif um die Jahreswende verzauberte die Landschaft um uns herum und sorgte für eine große Motivvielfalt.

Bäume zeigten unbeschreibliche Silhouetten, die hügelige Landschaft um Steinerskirchen wurde im Dauergrau zum impressionistischen Gemälde und die Weiher und Tümpel erstarrten unter einer Eisdecke. Unser Ausflug zur Altmühlschleife bei Kottingwörth zwang uns trotz Sonne kleidungsmäßig ins vielschichtige Zwiebelprinzip. Und sogar in der Hallertau zeigten sich die abgeernteten Hopfengärten in außergewöhnlichem weißen Pelz.

Wir haben die Zeit der kühlen Temperaturen und hohen Luftfeuchtigkeit fotografisch sehr genossen und sind dankbar für die schönen Erlebnisse, die uns die Natur immer wieder beschert.

Winterliche Grüße und habt eine tolle Zeit draußen in der Natur.

15 Jan

Einladung DIE UNVOLLENDETE – Hommage an Island

In Allgemein by Alfons / 15. Januar 2017 / 0 Comments

Liebe Freunde, Natur- und Fotografiebegeisterte,

wir freuen uns, unsere Beamershow Die Unvollendete – Hommage an Island auch in diesem Jahr wieder zu zeigen.

Wann? Donnerstag, 09. Februar 2017 – 19:30 Uhr

Wo? Pfarrheim St. Canisius,  Lenbachstr. 7,  85053 Ingolstadt

Eintritt frei

Unsere ganz persönliche Bilderschau über Island führt Euch zu unseren Lieblingsorten auf der Insel im hohen Norden. Die spannenden Bilder, begleitet von einfühlsamen Texten und Musik, spiegeln die Anziehungskraft wider, die Island auf uns ausübt und uns nicht mehr loslässt. Zusätzlich zu unserer Bilderreise zeigen wir in einer kleinen Ausstellung großformatige Fotografien.

Geniessen wir gemeinsam den Zauber Islands. Wir freuen uns auf Euch, besonders auch auf die Wiederholungstäter!

 

15 Jan

Zwischen Tag und Nacht

In Allgemein by Elisabeth / 15. Januar 2017 / 0 Comments

Die Ostwinde peitschen die Wellen den ganzen Tag an. Wild-rasant ergießt sich der weiße Schaum über die schwarzen Kiesel. Sie rollen hin und her. Sie murmeln. Sie knirschen. Küstenperlenmusik. Wellenprosodie. Der Wellenschlag verliert zischend blubbernd seine Kraft je weiter er aufs Land treibt. Das Wasser sinkt ab, fließt ins Meer zurück. Der nächste Anlauf. Welle, Schaum, Steine, Rollen, Auslaufen, Kraft verlieren, Absinken, Zurückfließen, Zurückrollen. Luft holen. Welle, Schaum, Steine, Rollen, Auslaufen, Kraft verlieren, Absinken, Zurückfließen, Zurückrollen…

Zum Abend hin legt sich der Wind. Die Wellenkraft lahmt. Die Küste atmet lange aus. Die Kiesel werden nach und nach starr. Stille kehrt ein … Kräftemessen unentschieden. Alles an seinem Platz. Das Meer, die Steine, die Küste, die Stille. Die Erde und der Himmel. Der Tag und die Nacht. Arm in Arm im Dämmerzustand.

Maria Lenger

28 Dez

Die besten Wünsche für einen gelungenen Jahreswechsel …

In Allgemein by Alfons / 28. Dezember 2016 / 0 Comments

Für den Rutsch ins Neue Jahr wünschen wir Euch eine gesellige Runde mit lieben Freunden und ein gut gefülltes Glas zum Anstoßen.

Nur, was hat´s eigentlich mit diesem Glas auf sich? Wir sind dieser Frage in Frauenau, dem Gläsernen Herz des Bayrischen Waldes, nachgegangen.

Die Gläsernen Gärten erstrecken sich auf einer Fläche von insgesamt 8 Hektar um das Frauenauer Glasmuseum sowie auf den Arealen der Glashütten Poschinger und Eisch. Der Rundgang im Skulpturenpark bietet auf einer Länge von ca. 3 Kilometern die unterschiedlichsten Installationen von mehr als 20 nationalen und internationalen Künstlern. Die Ausstellungsstücke zeigen dabei eindrucksvoll die vielfältigen künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten mit dem Werkstoff Glas auf.

Unseren fotografischen Spaziergang hatten wir schon vor zwei Jahren begonnen und blieben damals gleich beim Thema Weitblick hängen. Figuren aus Glas sitzen oder klettern an unterschiedlich hohen Holzstelen. Das Thema hatte uns so fasziniert, daß wir für unsere Ausstellung SEHEN UND WAHRNEHMEN im Naturmöbelhaus Ridder2 eine entsprechende Bildercollage erstellten und präsentierten.

Beim diesjährigen Besuch der Gläsernen Gärten widmeten wir uns fotografisch anderen Skulpturen. Imaginary Space spielt mit der räumlichen Wahrnehmung, mit Realität und Abbild. Sie verändert sich im Rhythmus mit der Natur und ihren Jahreszeiten, reflektiert den Sonnenaufgang, den Regen, das Gras, den Schnee oder wie in unserem Bild, den Himmel.

Lange beschäftigt haben wir uns auch mit den faszinierenden Stummen Dienern. Die Figuren in ihren starren Metallrahmen haben selbst keine eigene Meinung. Sie sagen nichts. Und doch stimmen sie beim Antippen durch ihr Nicken allem zu.

Im Gegensatz dazu tragen schwere Betonelemente die gläsernen Fragmente einer Ikone aus der griechischen Mythologie: Ariane à Naxos. Während der Beton als Material das Profane, Irdische darstellt, symbolisiert das Glas die Verwandlung ins Mythische, Göttliche.

Luftig, leicht, respektvoll und elegant verbeugt sich dagegen “Der Galan vor der geheimnisvollen Dame aus Venedig”.

Thema von Antiphon ist das kommunikative Flanieren, das entspannte Spazieren in der Natur. Der Titel verweist sowohl auf das Wechselspiel von Licht und Glas als auch auf den Dialog zweier Menschen. Der Künstler hat dafür in den Gläsernen Gärten Paare aus Frauenau fotografiert – womit das Thema Erinnerung unmittelbar mit dem Ort verbunden wird.

Die Installation Lebensadern aus Fichtenholz und ofengeformten rubinroten Glaszapfen steht als Sinnbild für die historische wirtschaftliche Grundlage der Menschen im Bayerischen Wald. Der Skulpturenpark trägt dabei generell dazu bei, den Wandel vom Industrie- zum Kunstglas zu vollziehen. Außerdem dient er den Einheimischen als Freizeitfläche und ist ein attraktiver Anziehungspunkt für Gäste.

Wir kommen jedenfalls gerne wieder, da sich die Gläserenen Gärten zu jeder Jahreszeit in einem anderen Licht präsentieren und Erweiterungen im Skulpturenpark immer wieder für neue und spannende Motive sorgen.

Nach diesem Ausflug in die Welt des Glases wünschen wir Euch einen guten Rutsch und alles Gute für 2017 – Prosit Neujahr!

Elisabeth und Alfons