Blog

15 Dez

Schottland – der Norden

In Reisen by Elisabeth / 15. Dezember 2019 / 0 Comments

Wir kommen wieder – das war uns schon während unserer Schottlandreise vor zwei Jahren klar.

Unserem Erkundungsdrang gaben wir folglich ein weiteres Mal im Oktober 2019 nach, um den ganzen nördlichen Teil Schottlands, die sogenannten Highlands, zu bereisen.

Am Flughafen von Edinburgh übernahmen wir unseren Mietwagen und starteten Richtung Norden. Gleich am Anfang unserer Fototour beeindruckten uns die Rogie Falls, die wir nach einem kurzen Spaziergang durch den herbstlichen Mischwald erreichten. Wir fanden ständig neue Blickwinkel und Perspektiven, die uns den Abschied von diesen kraftvollen Wasserfällen nicht gerade leicht machten.

Die Weiterreise entlang der Ostküste versprach aber noch mehr landschaftliche Höhepunkte. Die Küste zeigte sich im ständigen Wechsel mit steilen Klippen, stillen Sandbuchten und unendlich vielen Castles bzw. dem, was davon übrig war. Und da das Wetter, wie von uns sehnlichst erhofft, very scottish – also ziemlich wechselhaft war, beeindruckte uns das Meer mit beachtlichem Seegang. Dabei fanden immer wieder vereinzelte Sonnenstrahlen den Weg durch die schweren Wolken und bescherten uns dramatische Lichtstimmungen. Meistens waren diese Augenblicke jedoch sehr flüchtig. Eine absolute Herausforderung für uns Fotografen! Fast täglich freuten wir uns über mehrere Regenbögen. Oft waren wir im Laufschritt unterwegs oder harrten ewig hinter der Kamera aus, um unser Objekt vielleicht doch noch im “richtigen” Licht auf den Chip zu bannen. Diese Zeiten des Wartens genießen wir derweil mit allen Sinnen und saugen die Eindrücke tief in uns auf. Meist ergeben sich dabei weitere Motive mit neuen fotografischen Herausforderungen.

Vom nördlichsten Punkt des schottischen Festlands sahen wir einen Teil des 70 Inseln umfassenden Orkney-Archipels. Ganz in der Nähe, am Duncansby Head, hatten wir dann Wind in Orkanstärke, was die Natur um uns herum noch beeindruckender wirken ließ. Bereits das aufrechte Gehen entlang der Klippen war eine echte Herausforderung, ganz zu schweigen vom Versuch, einige scharfe Bilder dieser bis zu 60 Meter hohen Sea Stacks mit nach Hause zu bringen.

Besonders aufgefallen ist uns in der zerklüfteten und einsamen Landschaft der Highlands die Vielzahl der als Loch bezeichneten Seen und tief eingeschnittenen Meeresarme. Eine weitere Besonderheit sind die unzähligen Castles in all ihren Vergänglichkeitsstufen. Außerdem fanden wir interessante Zeitzeugen wie das Moine House, das in den 1830er Jahren auf einem Pass als Zwischenstopp an der durch das Moor führenden Straße errichtet wurde. Es ist schon lange dem Verfall preisgegeben und auch von dem gestrandeten Segelboot in Talmine wird bald nichts mehr übrig sein.

Unsere Nachtruhe wurde immer wieder durch lautstarkes Röhren unterbrochen. Es war nämlich die Zeit der Hirschbrunft und die Tiere entsprechend aktiv. Tagsüber trafen wir öfters auf die gutmütigen und robusten Galloway-Rinder, die mit ihren langen Hörnern und dem zotteligen Fell sehr fotogen sind.

Fazit:
Wir hatten in der rauen und wilden Landschaft der schottischen Highlands genau das dramatische Wetter, das wir uns gewünscht hatten. Manchmal fast zu dramatisch, wenn verwacklungsfreie Bilder kaum möglich waren. Dies schmälert unser Gesamterlebnis aber auf keinen Fall. Für unser Empfinden ist das „Wetterspüren“ und die Einsamkeit in der Natur immer wieder Balsam für die Seele.

27 Okt

Berchinale 2019 – Licht, Musik und Kunst

In Allgemein by Alfons / 27. Oktober 2019 / 0 Comments

Kunst ist nicht immer nur Farbe auf Papier oder Öl auf Leinwand sondern manchmal auch Licht an der Wand. So auch bei der alle zwei Jahre stattfindenden Berchinale.

Vom 20. bis 28. September 2019 verzauberten zahlreiche lichtkünstlerische Installationen und kunstvolle Architekturbeleuchtung die mittelalterliche Altstadt von Berching. Die Inszenierung der Mauern, Türme und Gassen mit Licht war natürlich ein starker fotografischer Anziehungspunkt für uns und viele andere Fotografen. Aber auch das umfangreiche Programm mit Fachvorträgen, Führungen, einem Künstlermarkt, Ausstellungen, kleinen Musikstationen und einem breiten kulinarischen Angebot überzeugte. Schee war´s. Wir kommen wieder!

07 Sep

Ausstellung über Kavalier Dalwigk und Georgianum

In Allgemein by Alfons / 7. September 2019 / 0 Comments

Im Mai hatten wir anlässlich der Langen Nacht der Unternehmen unsere Fotografien vom Kavalier Dalwigk und vom Georgianum vielen Besuchern vorgestellt. Wer diesen besonderen Abend verpasst hat oder sich als Wiederholungstäter outen möchte, hat jetzt eine zweite Chance:

Bei INKoBau, einem Tochterunternehmen der Stadt Ingolstadt, stellen wir zum Tag der offenen Tür unsere großformatigen Bilder aus, die Euch unsere Eindrücke der beiden Denkmäler vermitteln, die derzeit aus ihrem Dämmerzustand erlöst und saniert werden.

Letztes Jahr, vor Beginn der Baumaßnahmen, haben wir ungewöhnliche Perspektiven zwischen Verfall und Phantasie in und um die beiden sehr gegensätzlichen Gebäude entdeckt. Die besonderen Stimmungen haben wir so, wie wir sie in diesen Augenblicken empfunden haben, mit unseren Kameras eingefangen.

Wir sind von 10 bis 16 Uhr anwesend und freuen uns auf Euren Besuch!

Die INKoBau liefert bei Interesse die fachlichen Hintergründe zur Denkmalsanierung und virtuelle Rundgänge durch den geplanten Neubau beim Kavalier Dalwigk.

Also, kommt vorbei, wir freuen uns auf Euch und spannende Gespräche.

Samstag, 21. September 2019     10:00 bis 16:00 Uhr

INKoBau GmbH & Co. KG
Ludwigstr. 32 / Eingang Hallstr.
85049 Ingolstadt

 

11 Aug

Wir sind umgezogen

In Allgemein by Alfons / 11. August 2019 / 0 Comments

und haben unseren Lebensmittelpunkt ins Altmühltal verlegt. Ab sofort sind wir in der Stadt Beilngries zu erreichen.

Unsere Adresse:

LIGHTCATCHERS
Alfons Hauke
Elisabeth Schmidbauer
Neumarkter Str. 19
92339 Beilngries

Tel. 08461-7059820

Sobald wir das umzugsbedingte Kistenchaos verräumt haben und die Ordnung in unseren Alltag zurückgekehrt ist, sind wir wieder aktiv in der Natur unterwegs.

Bis bald, wir werden von uns hören bzw. lesen lassen …

16 Mai

Ausstellung über Kavalier Dalwigk und Georgianum

In Allgemein by Elisabeth / 16. Mai 2019 / 0 Comments

Zwei bedeutende Elemente der Ingolstädter Stadtgeschichte, das Kavalier Dalwigk und das Georgianum, werden aus ihrem Dämmerzustand erlöst und saniert.

Letztes Jahr haben wir ungewöhnliche Perspektiven zwischen Verfall und Phantasie in und um die beiden sehr gegensätzlichen Gebäude entdeckt. Die besonderen Stimmungen haben wir so, wie wir sie in diesen Augenblicken empfunden haben, mit unseren Kameras eingefangen.

Bei INKoBau, einem Unternehmen der Stadt Ingolstadt, stellen wir im Rahmen der Langen Nacht der Unternehmen und der Wissenschaft davon großformatige Bilder aus, die Euch unsere Eindrücke vermitteln.

Jeder Besucher nimmt an einer Verlosung teil und mit etwas Glück bist Du einer der Gewinner:

1. Preis:
Individuelle Führung im Kavalier Dalwigk oder im Georgianum mit der Möglichkeit zu fotografieren.

2. Preis:
Ein Fine-Art-Druck inkl. Passepartout, Auswahl unter diversen Motiven.

3. Preis:
Lens Shot Espressotassen

Die INKoBau sorgt neben den fachlichen Informationen zur Denkmalsanierung auch fürs leibliche Wohl der Gäste.

Also, kommt vorbei, wir freuen uns auf einen gemeinsamen Abend mit Euch.

Freitag, 24. Mai 2019, 17:00 bis 24:00 Uhr

INKoBau GmbH & Co. K
Ludwigstr. 32 / Eingang Hallstr.
85049 Ingolstadt

 

29 Apr

Griechenland im Frühling

In Reisen by Elisabeth / 29. April 2019 / 0 Comments

Von früheren Reisen im August kannten wir Griechenland immer als extrem heiß und trocken. Die Natur als braun und ausgedörrt. Umso überraschender waren unsere aktuellen Eindrücke der südgriechischen Halbinsel Peloponnes jetzt im April.

In den Olivenhainen wetteiferten farbenfrohe Blumen um die Gunst des Betrachters. An den Hängen verströmten Kräuter wie Salbei, Thymian und Rosmarin betörende Düfte und die Natur allgemein präsentierte uns unzählige verschiedene Grüntöne. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Aufgrund der Regenfälle vergangener Tage hatte sich sogar das sonst oft ausgetrocknete Feuchtgebiet Stympfalia in einen großen See verwandelt.

Ebenso üppig, allerdings mit Dekor und Schmuck, zeigten sich die zahlreichen Kirchen. Selbst unscheinbare Kapellen beherbergten für uns sehenswerte Schätze. In den Häfen kleiner Orte lagen viele bunte Fischerboote und die Türen der dörflichen Häuser sorgten für weitere griechische Momente.

Zum Sonnenaufgang stiegen wir eines Morgens noch im Dunkeln über einen Kreuzweg auf den Zuckerhut bei Asini. An der kleinen Kapelle Prophet Elias genossen wir vor dem Rückweg zum verdienten Frühstück die Aussicht auf die umliegenden Hügel mit Oliven- und Orangenhainen und das Meer mit kleinen vorgelagerten Inseln.

Auf einem anderen Spaziergang entlang der Felsküste von Kilada besuchten wir die beeindruckenden Höhlen von Franchthi, die zu den ältesten Siedlungsplätzen der Menschheit im Mittelmeerraum zählen. Dort seilten wir uns auch in eine der Felsspalten für ein kleines Abenteuer ab, um im Anschluss wieder zum Licht hinauf zu klettern.

Einen schönen Blick auf Nafplio, vor Athen die frühere Hauptstadt Griechenlands, hat man von der weitläufigen und aus sieben Forts bestehenden Befestigungsanlage Palamidi. Viele Cafés und Restaurants säumen die darunter liegende Promenade des 15.000 Einwohner-Städtchens, das den meisten Urlaubern als Ausgangspunkt für die Besichtigungstouren zu den antiken Stätten Mykene und Epidauros dient.

Wir durften jedenfalls einen überraschenden Frühling auf der Argolis erleben. Genau das Richtige für einen Start in einen aktiven Sommer – nur leider gingen die griechischen Momente wie immer viel zu schnell vorbei.

02 Jan

Aus dem Leben unserer Schneeschuhe

In Reisen by Elisabeth / 2. Januar 2019 / 0 Comments

Unser geruhsames Leben im Regal eines Sportgeschäfts war vorbei, als Alfons und Elisabeth das Schneeschuhgehen in den Bergen für sich entdeckten.

Zwar hatte Elisabeth Einwände bzgl. unserem Äußeren, das sie als “Plastikglumpp, das doch bald kaputt geht”, bezeichnete. Allerhand! Diese Aussage konnten wir so nicht stehen lassen und strengten uns in den folgenden 14 Wintern immer wieder aufs Neue an, diese ungeheuerliche Behauptung zu widerlegen.

Nach ihren ersten Gehversuchen in den Voralpen wurden die Touren der Beiden in den Bayrischen Alpen länger, ausgedehnter und sportlicher. Beliebte Ziele waren beispielsweise die Baumgartenschneid, der Fockenstein und der Schildenstein, die sich inzwischen als jährlich wiederkehrende Ziele etablierten.

Sehr viel Schnee hatte es auf dem Weg zur Auerspitz, was anstrengendes und abwechselndes Spuren erforderte. Eine der wenigen Touren, bei denen es mit der Wegfindung nicht auf Anhieb klappte.

Dafür präsentierte sich das Wettersteingebirge in der Sonne und mit traumhaftem Pulverschnee. Aber auch schlechteres Wetter hält Alfons und Elisabeth nicht zwangsläufig von einer Tour mit uns Schneeschuhen ab. Hauptsache lawinensicher, zur Not wird halt auch mal umgedreht.

Eine längere Pause während einem Schneeschuhtag bekommen wir nur, wenn eine Hütte zu gemütlicher Rast und einem wohlverdienten Kaiserschmarrn einlädt.

Die Touren wurden immer anspruchsvoller und so durften wir auch in die winterliche Schweiz mit. Dort sind Schneeschuhtouren schon allein aufgrund der Höhe der Berge ein besonderes Erlebnis und bieten fantastische Ausblicke.

Auf dem bei Skitourengeher so beliebten Schafreuter im Rißtal in Österreich waren wir am Neujahrstag 2008 bis auf eine Gämse alleine unterwegs. Ebenfalls sehr lohnend in diesem Tal ist die Wanderung auf das Schönalmjoch oder eine Rundtour über die Tortalscharte und das Rontal.

Um den Schneeschuhwinter bis ins Frühjahr auszudehnen, ist das am Achensee liegende Rofangebiet mit seiner Höhenlage bei Alfons und Elisabeth sehr beliebt. Die Beiden können ja nie genug vom Winter bekommen!

Den markanten Anblick der Bischofsmütze hatten wir bei Touren rund um Filzmoos vor Augen und abwechslungsreich und schneesicher präsentierte sich das Obernberger Tal, welches mit dem Brennergrenzkamm die markante Trennlinie zwischen Österreich und Italien markiert.

Nach den vielen Tages- und Wochenendausflügen – nein, sie hatten immer noch nicht genug vom Schnee – stand eine Hochtourenwoche “durch Ötzi´s Reich” mit einer Gruppe Gleichgesinnter des DAV auf dem Programm. Höhepunkt dieser Tage war im wahrsten Sinn des Wortes die Besteigung der Wildspitze, dem mit 3.768 m zweithöchsten Berg Österreichs.

Auch in die Dolomiten nehmen sie uns regelmäßig für mehrere Tage mit. Eines ihrer Lieblingsziele ist dort die Fanesalm bei St. Vigil. Ausgangspunkt für Touren in die umliegenden Berge ist dort das Rifugio Fanes auf 2.060 m.

Aber auch die Mahlknechthütte auf der Seiseralm mit ihrem fantastischen Blick auf Lang- und Plattkofel ist ein oft besuchtes Tourenziel in den winterlichen Dolomiten.

Ein Highlight sind auch die Touren im Norden Norwegens. Dort finden Alfons und Elisabeth es mehr als reizvoll, sich die Schneeschuhe anzuziehen und die ihnen unbekannten Berge zu erkunden. In der einsamen Landschaft sind die Temperaturen oft deutlich niedriger als in unseren Breiten, der Schnee ist trockener und die Sonne steht wesentlich flacher am Himmel, was zu fantastischen Lichtstimmungen beiträgt.

Rückblickend haben wir “Plastikglumpp” mit Alfons und Elisabeth rund 125 aktive und spannende Exkursionen in teils extremen Bedingungen von Eis und Schnee zurückgelegt. Bei der 125. Tour ging uns dann doch die Luft aus und wir mussten den Bruch der Titanträgerplatten hinnehmen!

Unseren “Plastikglumpp”-Nachfolgern wünschen wir jetzt ein genauso langes Leben und anhaltend viel Spaß mit den Beiden in den winterlichen Bergen.

Euch ALLEN wünschen wir ebenso viele erfüllte Tage und für 2019 viel Gesundheit und was Ihr Euch sonst noch wünscht!

Alfons + Elisabeth

12 Nov

Grüner wird´s nicht,

In Reisen by Alfons / 12. November 2018 / 0 Comments

dafür hat der Herbst seinen Pinsel intensiv in eine bunte Palette getaucht, bevor sich die Natur in die Winterruhe zurückzieht.

Die ganze Landschaft verändert ihr Bild und bietet unserem Auge unzählige schöne Momente. Morgendlicher Nebel birgt für ein paar Augenblicke manch farbiges Geheimnis, um später ganze Hänge mit der noch wärmenden Sonne zum Leuchten zu bringen.

Auch die Lärche, die zur Gattung der Kieferngewächse gehört, verfärbt ihre nadelförmigen Blätter, bevor diese den Boden mit einem gelben Teppich überziehen.

Wir freuen uns, dass es in unseren Breiten die unterschiedlichen Jahreszeiten gibt und uns die Übergangsphase des farbenfrohen Herbstes langsam auf die ruhigere, schwarz-weiße Winterszeit einstimmt.

05 Mai

Fotografien eines Denkmals – Einladung ins Kavalier Dalwigk

In Allgemein by Elisabeth / 5. Mai 2018 / 0 Comments

Die ehemalige Verteidigungsanlage am Donauufer in Ingolstadt war die königliche Geschützgießerei und wurde 1916/17 um einen Wasserturm erweitert. Bevor das denkmalgeschützte Gebäude saniert, erweitert und durch die geplante Neunutzung wiederbelebt wird, findet eine öffentliche Bürgerbeteiligung im Kavalier Dalwigk statt.

An diesem einmaligen Termin gibt es Führungen, Vorträge, Modelle des Erweiterungsbaus und Fotografien des historischen Bauwerks zu entdecken.

Im Zuge der Vorbereitungen zur Sanierung hatten wir exklusiv die Möglichkeit, unsere Sicht des Status Quo fotografisch umzusetzen. Ein Teil der Ergebnisse ist im Rahmen dieses Events im Kavalier Dalwigk ausgestellt. Wir werden für persönliche Gespräche und Fragen anwesend sein und freuen uns darauf, die Bilder einem breiten Publikum zu präsentieren.

Dienstag, 08. Mai 2018        18:00 – 20:00 Uhr

Kavalier Dalwigk
Schlosslände 26
85049 Ingolstadt

Wir sehen uns!
Alfons und Elisabeth

18 Feb

Ein Wintermärchen

In Allgemein by Elisabeth / 18. Februar 2018 / 0 Comments

Die meisten von uns wünschen sich richtig schöne Winter. Deshalb wollen wir Euch an einem kleinen Wintermärchen teilhaben lassen. Unser Erlebnis ist zwar schon einige Wochen her, aber Märchen sind glücklicherweise eine zeitlose Angelegenheit.

Unser Ausgangspunkt für ein paar Tage Erholung und sportliche Aktivität war das Obernberger Tal, welches kurz vor dem Brenner vom Wipptal abzweigt. Hier durften wir, allen Wettervorhersagen zum Trotz, weiße Weihnachten erleben. Die kleine Pfarrkirche St. Nikolaus mit ihrem markanten Zwiebelturm steht unübersehbar mitten im Dörfchen Obernberg auf einem Moränenwall und ist ein weithin sichtbarer Orientierungspunkt.

Den Talschluss bilden die Schwarze Wand und der Obernberger Tribulaun (2.780 m). In einem Kessel auf 1.590 m liegt zwischen dem Tribulaunmassiv und der Allerleigrubenspitze, nahe dem Alpenhauptkamm und der Grenze zu Südtirol, der Obernberger See. Tief verschneit ist der größte See der Nordtiroler Zentralalpen kaum auszumachen. Auf einer zweistündigen Schneeschuhwanderung rund um das eingeschneite Gewässer trafen wir keine Menschenseele.

Am nächsten Tag führte uns bei traumhaftem Wetter eine Schneeschuhwanderung auf den Hohen Lorenzenberg (2.313 m). Schon früh zogen wir los, damit wir für die lange Tour genug zeitlichen Spielraum hatten, um vor Einbruch der Dunkelheit in unsere Unterkunft zurückzukehren. Im schattigen Tal zogen wir unsere Spur über die im Sommer bewirtschafteten Almwiesen, später über einen ausgeprägten Rücken auf die Allerleigrubenspitze (2.131 m) und dann über den Grat weiter Richtung Süden, stets den Brenner-Grenzkamm im Blick. Schon beim Aufstieg hatten wir tolle Ausblicke auf die umliegende Winterlandschaft. Nach einem kurzen Abstieg in das Sättele spurten wir auf der Gegenseite durch die steilen Hänge auf den Gipfel des Hohen Lorenzen.

Obwohl die Sonne schien und die Aussicht auf die Zillertaler Alpen fantastisch war, fiel die Gipfelrast nur kurz aus. Zu kräftig und kalt zerrte der Wind an uns und wir stiegen schleunigst über den Westgrat und das Sandjoch wieder nach Obernberg ab.

Der traumhafter Pulverschnee, die klare Fernsicht und die Einsamkeit in den Brenner-Bergen … für uns tatsächlich ein Wintermärchen!