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18März

Artikel über uns im rostfrei-Magazin

Der  Artikel in der aktuellen Ausgabe des Ingolstädter Magazins rostfrei beschreibt recht launig unsere fotografische Arbeitsweise und stellt unseren Bildband vor, schaut mal rein: Auch Gebäude haben eine Seele

Bleibt gesund und viele Grüße
Alfons + Elisabeth

10Feb.

Ruhig bleiben …

… so heißt der Leitspruch des Villgraten-Tals in Osttirol. Es hat sich als Bergsteigerdorf ganz bewusst der Umsetzung der Alpenkonvention zur nachhaltigen Entwicklung und zum Schutz der Alpen verschrieben.

Auf der Suche nach einem neuen Gebiet für unsere Schneeschuh-Touren stiessen wir auf dieses Tal, in dem es keine Skischaukel und keine Unterkunft mit mehr als 50 Betten gibt. Also genau das Richtige für uns. Und nachdem dort im November fünf Meter der weißen Pracht vom Himmel fielen, durften wir jetzt, Ende Januar, noch richtig Winter geniessen und bereits ab dem Tal mit unseren Schneeschuhen losziehen. Viele der dortigen Berge sind ideale Aussichtsplattformen für den Rundblick auf die Dolomiten im Süden und die Venedigergruppe sowie den Großglockner im Norden.

Die für das Villgraten-Tal charakteristischen Almdörfer und die in der Wintersaison unbewirtschafteten Hütten luden uns immer wieder zu einer Tee-Pause ein. Früher wurden die kleinen Bauernhäuser mit Wohnraum und Stall für die sommerliche Viehhaltung genutzt. Heute sind sie meist begehrte Unterkünfte für Urlauber.

Ein großer Spaß waren  auch die rasanten Rodelabfahrten auf bestens präparierten Naturbahnen, die uns so manchen Abwärtshatscher verkürzten und uns ein Grinsen ins Gesicht zauberten.

Es gibt hier noch jede Menge Gipfel und Naturschönheiten für uns zu entdecken, was heißt, wir sind bald zurück im Villgraten-Tal. Für die kommende Weihnachtszeit haben wir schon ein Zimmer reserviert.

13Jan.

Am Dreikönigstag beim Lichterfest

Wir hatten schon öfter davon gehört, doch erst jetzt klappte ein Besuch des Licherfests in Pottenstein in der Fränkischen Schweiz.

Das Lichterfest ist jedes Jahr ein Highlight für Besucher, Touristen und Einheimische: Immer am Dreikönigstag verwandelt sich die einmalige Felsenlandschaft rund um die vielen Fachwerkhäuser von Pottenstein in ein Meer aus Flammen.

Diese Tradition geht auf einen Beschluss des Erzbistums Bamberg aus dem Jahr 1759 zurück. Nach Einbruch der Dunkelheit erhellen zahlreiche Kerzen und Lichter die festlich geschmückten Gebäude. Pünktlich um 17:00 Uhr startet ein großer Prozessionszug durch die Straßen der historischen Altstadt und gleichzeitig werden auf den Felsen, die den Ort umgeben, mehr als tausend Holzfeuer entzündet. Diese Bergfeuer brennen etwa eine Stunde und sorgen für eine einmalige Stimmung und wahren Augenschmaus.

Trotz der vielen Besucher hatten wir Glück bei der Standortwahl und durften gegenüber der Burg im Garten eines freundlichen Einheimischen ungestört unser Stativ aufstellen und fotografieren. Ein absolut besonderes Erlebnis.

Gerne kommen wir wieder.

29Dez.

Fotografieren erwünscht …

… und das ausgerechnet in einer Kirche. Das erstaunte uns, ist aber auch verständlich, wenn die als Obolus eingenommenen Gelder wieder der Instandhaltung der Kirche zu Gute kommen. Die in den 70er-Jahren renovierte und zwischen 1983 und 1993 sogar mit einer Fußbodenheizung versehene St. Giles´ Cathedral in Edinburgh ist auf die Einnahmen der Besucher angewiesen. Wir ließen uns während einer Fotoreise nach Schottland diese Möglichkeit nicht entgehen, und statteten der Kirche, die eine bedeutende Sehenswürdigkeit ist und in der Nähe des Edinburgh Castle steht, einen Besuch ab.

Es wird vermutet, dass das gegenwärtig existierende Gebäude seit dem Jahr 1120 errichtet und nach einem Brand im Jahr 1385 im gotischen Stil wieder aufgebaut und um immer mehr kleine Kapellen erweitert wurde.

Die Kirche St. Giles ist dem Schutzheiligen der Aussätzigen und Krüppel geweiht und war in ihrer wechselvollen Geschichte sogar Kathedrale, verlor den Titel aber auch wieder. Seit dem Ende der Glaubenskonflikte ist sie Hauptkirche der reformatorischen Church of Scotland. Besonders faszinierend und fotogen fanden wir die Gewölbebögen und Deckenverzierungen.

Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts erhielt das Kirchengebäude wunderbare Buntglasfester, die heute zu den Besonderheiten von St. Giles gehören.

Die Orgel wurde 1992 von der Orgelbaufirma Rieger in Österreich erbaut und hat 57 Register auf drei Manualen und Pedal. Aus der Vorgängerorgel wurden lediglich zwei Register übernommen.

Nach der Orgel kommt man in einen weiteren geschichtsträchtigen Teil der Kirche. In der Presten Aisle hängen die Banner der früheren und aktuellen Ritter des schottischen Distelordens, der 1687 gestiftet wurde. Einmal jährlich versammeln sich die Ordensritter zu einem Gottesdienst in dieser Seitenkapelle.

Die St. Giles´ Cathedral steckt voll schottischer Geschichte und künstlerischer Schönheit. Wir können nur jedem empfehlen, die Hektik der Royal Mile gegen einen ruhigen Rundgang durch diese wunderbare Kirche einzutauschen.

15Dez.

Schottland – der Norden

Wir kommen wieder – das war uns schon während unserer Schottlandreise vor zwei Jahren klar.

Unserem Erkundungsdrang gaben wir folglich ein weiteres Mal im Oktober 2019 nach, um den ganzen nördlichen Teil Schottlands, die sogenannten Highlands, zu bereisen.

Am Flughafen von Edinburgh übernahmen wir unseren Mietwagen und starteten Richtung Norden. Gleich am Anfang unserer Fototour beeindruckten uns die Rogie Falls, die wir nach einem kurzen Spaziergang durch den herbstlichen Mischwald erreichten. Wir fanden ständig neue Blickwinkel und Perspektiven, die uns den Abschied von diesen kraftvollen Wasserfällen nicht gerade leicht machten.

Die Weiterreise entlang der Ostküste versprach aber noch mehr landschaftliche Höhepunkte. Die Küste zeigte sich im ständigen Wechsel mit steilen Klippen, stillen Sandbuchten und unendlich vielen Castles bzw. dem, was davon übrig war. Und da das Wetter, wie von uns sehnlichst erhofft, very scottish – also ziemlich wechselhaft war, beeindruckte uns das Meer mit beachtlichem Seegang. Dabei fanden immer wieder vereinzelte Sonnenstrahlen den Weg durch die schweren Wolken und bescherten uns dramatische Lichtstimmungen. Meistens waren diese Augenblicke jedoch sehr flüchtig. Eine absolute Herausforderung für uns Fotografen! Fast täglich freuten wir uns über mehrere Regenbögen. Oft waren wir im Laufschritt unterwegs oder harrten ewig hinter der Kamera aus, um unser Objekt vielleicht doch noch im „richtigen“ Licht auf den Chip zu bannen. Diese Zeiten des Wartens genießen wir derweil mit allen Sinnen und saugen die Eindrücke tief in uns auf. Meist ergeben sich dabei weitere Motive mit neuen fotografischen Herausforderungen.

Vom nördlichsten Punkt des schottischen Festlands sahen wir einen Teil des 70 Inseln umfassenden Orkney-Archipels. Ganz in der Nähe, am Duncansby Head, hatten wir dann Wind in Orkanstärke, was die Natur um uns herum noch beeindruckender wirken ließ. Bereits das aufrechte Gehen entlang der Klippen war eine echte Herausforderung, ganz zu schweigen vom Versuch, einige scharfe Bilder dieser bis zu 60 Meter hohen Sea Stacks mit nach Hause zu bringen.

Besonders aufgefallen ist uns in der zerklüfteten und einsamen Landschaft der Highlands die Vielzahl der als Loch bezeichneten Seen und tief eingeschnittenen Meeresarme. Eine weitere Besonderheit sind die unzähligen Castles in all ihren Vergänglichkeitsstufen. Außerdem fanden wir interessante Zeitzeugen wie das Moine House, das in den 1830er Jahren auf einem Pass als Zwischenstopp an der durch das Moor führenden Straße errichtet wurde. Es ist schon lange dem Verfall preisgegeben und auch von dem gestrandeten Segelboot in Talmine wird bald nichts mehr übrig sein.

Unsere Nachtruhe wurde immer wieder durch lautstarkes Röhren unterbrochen. Es war nämlich die Zeit der Hirschbrunft und die Tiere entsprechend aktiv. Tagsüber trafen wir öfters auf die gutmütigen und robusten Galloway-Rinder, die mit ihren langen Hörnern und dem zotteligen Fell sehr fotogen sind.

Fazit:
Wir hatten in der rauen und wilden Landschaft der schottischen Highlands genau das dramatische Wetter, das wir uns gewünscht hatten. Manchmal fast zu dramatisch, wenn verwacklungsfreie Bilder kaum möglich waren. Dies schmälert unser Gesamterlebnis aber auf keinen Fall. Für unser Empfinden ist das „Wetterspüren“ und die Einsamkeit in der Natur immer wieder Balsam für die Seele.

16Mai

Ausstellung über Kavalier Dalwigk und Georgianum

Zwei bedeutende Elemente der Ingolstädter Stadtgeschichte, das Kavalier Dalwigk und das Georgianum, werden aus ihrem Dämmerzustand erlöst und saniert.

Letztes Jahr haben wir ungewöhnliche Perspektiven zwischen Verfall und Phantasie in und um die beiden sehr gegensätzlichen Gebäude entdeckt. Die besonderen Stimmungen haben wir so, wie wir sie in diesen Augenblicken empfunden haben, mit unseren Kameras eingefangen.

Bei INKoBau, einem Unternehmen der Stadt Ingolstadt, stellen wir im Rahmen der Langen Nacht der Unternehmen und der Wissenschaft davon großformatige Bilder aus, die Euch unsere Eindrücke vermitteln.

Jeder Besucher nimmt an einer Verlosung teil und mit etwas Glück bist Du einer der Gewinner:

1. Preis:
Individuelle Führung im Kavalier Dalwigk oder im Georgianum mit der Möglichkeit zu fotografieren.

2. Preis:
Ein Fine-Art-Druck inkl. Passepartout, Auswahl unter diversen Motiven.

3. Preis:
Lens Shot Espressotassen

Die INKoBau sorgt neben den fachlichen Informationen zur Denkmalsanierung auch fürs leibliche Wohl der Gäste.

Also, kommt vorbei, wir freuen uns auf einen gemeinsamen Abend mit Euch.

Freitag, 24. Mai 2019, 17:00 bis 24:00 Uhr

INKoBau GmbH & Co. K
Ludwigstr. 32 / Eingang Hallstr.
85049 Ingolstadt

 

29Apr.

Griechenland im Frühling

Von früheren Reisen im August kannten wir Griechenland immer als extrem heiß und trocken. Die Natur als braun und ausgedörrt. Umso überraschender waren unsere aktuellen Eindrücke der südgriechischen Halbinsel Peloponnes jetzt im April.

In den Olivenhainen wetteiferten farbenfrohe Blumen um die Gunst des Betrachters. An den Hängen verströmten Kräuter wie Salbei, Thymian und Rosmarin betörende Düfte und die Natur allgemein präsentierte uns unzählige verschiedene Grüntöne. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Aufgrund der Regenfälle vergangener Tage hatte sich sogar das sonst oft ausgetrocknete Feuchtgebiet Stympfalia in einen großen See verwandelt.

Ebenso üppig, allerdings mit Dekor und Schmuck, zeigten sich die zahlreichen Kirchen. Selbst unscheinbare Kapellen beherbergten für uns sehenswerte Schätze. In den Häfen kleiner Orte lagen viele bunte Fischerboote und die Türen der dörflichen Häuser sorgten für weitere griechische Momente.

Zum Sonnenaufgang stiegen wir eines Morgens noch im Dunkeln über einen Kreuzweg auf den Zuckerhut bei Asini. An der kleinen Kapelle Prophet Elias genossen wir vor dem Rückweg zum verdienten Frühstück die Aussicht auf die umliegenden Hügel mit Oliven- und Orangenhainen und das Meer mit kleinen vorgelagerten Inseln.

Auf einem anderen Spaziergang entlang der Felsküste von Kilada besuchten wir die beeindruckenden Höhlen von Franchthi, die zu den ältesten Siedlungsplätzen der Menschheit im Mittelmeerraum zählen. Dort seilten wir uns auch in eine der Felsspalten für ein kleines Abenteuer ab, um im Anschluss wieder zum Licht hinauf zu klettern.

Einen schönen Blick auf Nafplio, vor Athen die frühere Hauptstadt Griechenlands, hat man von der weitläufigen und aus sieben Forts bestehenden Befestigungsanlage Palamidi. Viele Cafés und Restaurants säumen die darunter liegende Promenade des 15.000 Einwohner-Städtchens, das den meisten Urlaubern als Ausgangspunkt für die Besichtigungstouren zu den antiken Stätten Mykene und Epidauros dient.

Wir durften jedenfalls einen überraschenden Frühling auf der Argolis erleben. Genau das Richtige für einen Start in einen aktiven Sommer – nur leider gingen die griechischen Momente wie immer viel zu schnell vorbei.

02Jan.

Aus dem Leben unserer Schneeschuhe

Unser geruhsames Leben im Regal eines Sportgeschäfts war vorbei, als Alfons und Elisabeth das Schneeschuhgehen in den Bergen für sich entdeckten.

Zwar hatte Elisabeth Einwände bzgl. unserem Äußeren, das sie als „Plastikglumpp, das doch bald kaputt geht“, bezeichnete. Allerhand! Diese Aussage konnten wir so nicht stehen lassen und strengten uns in den folgenden 14 Wintern immer wieder aufs Neue an, diese ungeheuerliche Behauptung zu widerlegen.

Nach ihren ersten Gehversuchen in den Voralpen wurden die Touren der Beiden in den Bayrischen Alpen länger, ausgedehnter und sportlicher. Beliebte Ziele waren beispielsweise die Baumgartenschneid, der Fockenstein und der Schildenstein, die sich inzwischen als jährlich wiederkehrende Ziele etablierten.

Sehr viel Schnee hatte es auf dem Weg zur Auerspitz, was anstrengendes und abwechselndes Spuren erforderte. Eine der wenigen Touren, bei denen es mit der Wegfindung nicht auf Anhieb klappte.

Dafür präsentierte sich das Wettersteingebirge in der Sonne und mit traumhaftem Pulverschnee. Aber auch schlechteres Wetter hält Alfons und Elisabeth nicht zwangsläufig von einer Tour mit uns Schneeschuhen ab. Hauptsache lawinensicher, zur Not wird halt auch mal umgedreht.

Eine längere Pause während einem Schneeschuhtag bekommen wir nur, wenn eine Hütte zu gemütlicher Rast und einem wohlverdienten Kaiserschmarrn einlädt.

Die Touren wurden immer anspruchsvoller und so durften wir auch in die winterliche Schweiz mit. Dort sind Schneeschuhtouren schon allein aufgrund der Höhe der Berge ein besonderes Erlebnis und bieten fantastische Ausblicke.

Auf dem bei Skitourengeher so beliebten Schafreuter im Rißtal in Österreich waren wir am Neujahrstag 2008 bis auf eine Gämse alleine unterwegs. Ebenfalls sehr lohnend in diesem Tal ist die Wanderung auf das Schönalmjoch oder eine Rundtour über die Tortalscharte und das Rontal.

Um den Schneeschuhwinter bis ins Frühjahr auszudehnen, ist das am Achensee liegende Rofangebiet mit seiner Höhenlage bei Alfons und Elisabeth sehr beliebt. Die Beiden können ja nie genug vom Winter bekommen!

Den markanten Anblick der Bischofsmütze hatten wir bei Touren rund um Filzmoos vor Augen und abwechslungsreich und schneesicher präsentierte sich das Obernberger Tal, welches mit dem Brennergrenzkamm die markante Trennlinie zwischen Österreich und Italien markiert.

Nach den vielen Tages- und Wochenendausflügen – nein, sie hatten immer noch nicht genug vom Schnee – stand eine Hochtourenwoche „durch Ötzi´s Reich“ mit einer Gruppe Gleichgesinnter des DAV auf dem Programm. Höhepunkt dieser Tage war im wahrsten Sinn des Wortes die Besteigung der Wildspitze, dem mit 3.768 m zweithöchsten Berg Österreichs.

Auch in die Dolomiten nehmen sie uns regelmäßig für mehrere Tage mit. Eines ihrer Lieblingsziele ist dort die Fanesalm bei St. Vigil. Ausgangspunkt für Touren in die umliegenden Berge ist dort das Rifugio Fanes auf 2.060 m.

Aber auch die Mahlknechthütte auf der Seiseralm mit ihrem fantastischen Blick auf Lang- und Plattkofel ist ein oft besuchtes Tourenziel in den winterlichen Dolomiten.

Ein Highlight sind auch die Touren im Norden Norwegens. Dort finden Alfons und Elisabeth es mehr als reizvoll, sich die Schneeschuhe anzuziehen und die ihnen unbekannten Berge zu erkunden. In der einsamen Landschaft sind die Temperaturen oft deutlich niedriger als in unseren Breiten, der Schnee ist trockener und die Sonne steht wesentlich flacher am Himmel, was zu fantastischen Lichtstimmungen beiträgt.

Rückblickend haben wir „Plastikglumpp“ mit Alfons und Elisabeth rund 125 aktive und spannende Exkursionen in teils extremen Bedingungen von Eis und Schnee zurückgelegt. Bei der 125. Tour ging uns dann doch die Luft aus und wir mussten den Bruch der Titanträgerplatten hinnehmen!

Unseren „Plastikglumpp“-Nachfolgern wünschen wir jetzt ein genauso langes Leben und anhaltend viel Spaß mit den Beiden in den winterlichen Bergen.

Euch ALLEN wünschen wir ebenso viele erfüllte Tage und für 2019 viel Gesundheit und was Ihr Euch sonst noch wünscht!

Alfons + Elisabeth

05Mai

Fotografien eines Denkmals – Einladung ins Kavalier Dalwigk

Die ehemalige Verteidigungsanlage am Donauufer in Ingolstadt war die königliche Geschützgießerei und wurde 1916/17 um einen Wasserturm erweitert. Bevor das denkmalgeschützte Gebäude saniert, erweitert und durch die geplante Neunutzung wiederbelebt wird, findet eine öffentliche Bürgerbeteiligung im Kavalier Dalwigk statt.

An diesem einmaligen Termin gibt es Führungen, Vorträge, Modelle des Erweiterungsbaus und Fotografien des historischen Bauwerks zu entdecken.

Im Zuge der Vorbereitungen zur Sanierung hatten wir exklusiv die Möglichkeit, unsere Sicht des Status Quo fotografisch umzusetzen. Ein Teil der Ergebnisse ist im Rahmen dieses Events im Kavalier Dalwigk ausgestellt. Wir werden für persönliche Gespräche und Fragen anwesend sein und freuen uns darauf, die Bilder einem breiten Publikum zu präsentieren.

Dienstag, 08. Mai 2018        18:00 – 20:00 Uhr

Kavalier Dalwigk
Schlosslände 26
85049 Ingolstadt

Wir sehen uns!
Alfons und Elisabeth

18Feb.

Ein Wintermärchen

Die meisten von uns wünschen sich richtig schöne Winter. Deshalb wollen wir Euch an einem kleinen Wintermärchen teilhaben lassen. Unser Erlebnis ist zwar schon einige Wochen her, aber Märchen sind glücklicherweise eine zeitlose Angelegenheit.

Unser Ausgangspunkt für ein paar Tage Erholung und sportliche Aktivität war das Obernberger Tal, welches kurz vor dem Brenner vom Wipptal abzweigt. Hier durften wir, allen Wettervorhersagen zum Trotz, weiße Weihnachten erleben. Die kleine Pfarrkirche St. Nikolaus mit ihrem markanten Zwiebelturm steht unübersehbar mitten im Dörfchen Obernberg auf einem Moränenwall und ist ein weithin sichtbarer Orientierungspunkt.

Den Talschluss bilden die Schwarze Wand und der Obernberger Tribulaun (2.780 m). In einem Kessel auf 1.590 m liegt zwischen dem Tribulaunmassiv und der Allerleigrubenspitze, nahe dem Alpenhauptkamm und der Grenze zu Südtirol, der Obernberger See. Tief verschneit ist der größte See der Nordtiroler Zentralalpen kaum auszumachen. Auf einer zweistündigen Schneeschuhwanderung rund um das eingeschneite Gewässer trafen wir keine Menschenseele.

Am nächsten Tag führte uns bei traumhaftem Wetter eine Schneeschuhwanderung auf den Hohen Lorenzenberg (2.313 m). Schon früh zogen wir los, damit wir für die lange Tour genug zeitlichen Spielraum hatten, um vor Einbruch der Dunkelheit in unsere Unterkunft zurückzukehren. Im schattigen Tal zogen wir unsere Spur über die im Sommer bewirtschafteten Almwiesen, später über einen ausgeprägten Rücken auf die Allerleigrubenspitze (2.131 m) und dann über den Grat weiter Richtung Süden, stets den Brenner-Grenzkamm im Blick. Schon beim Aufstieg hatten wir tolle Ausblicke auf die umliegende Winterlandschaft. Nach einem kurzen Abstieg in das Sättele spurten wir auf der Gegenseite durch die steilen Hänge auf den Gipfel des Hohen Lorenzen.

Obwohl die Sonne schien und die Aussicht auf die Zillertaler Alpen fantastisch war, fiel die Gipfelrast nur kurz aus. Zu kräftig und kalt zerrte der Wind an uns und wir stiegen schleunigst über den Westgrat und das Sandjoch wieder nach Obernberg ab.

Der traumhafter Pulverschnee, die klare Fernsicht und die Einsamkeit in den Brenner-Bergen … für uns tatsächlich ein Wintermärchen!

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